Dropkick Murphys

    Hebt die Tassen, legt den Arm um eure Nachbarn und schunkelt schon einmal fleißig von links nach rechts im Takt – die Dropkick Murphys sind in der Stadt! Die US-Amerikaner aus Boston brachten gestern Abend reichlich Irischen Flair in die Niedersächsische Landeshauptstadt und eine prall gefüllte Swiss Life Hall zum Jubeln. Im kommenden Jahr feiert die Band ihr 20. Jubiläum, doch ausgelassen zelebrieren kann man ja ruhig schon vorher im Rahmen einer „Celtic Punk Invasion“-Welttournee.

    Bereits während der drei Vorbands Bryan McPherson, Blood Or Whiskey und The Mahones – die im Vorfeld schon für gute Stimmung sorgen – ist die Swiss Life Hall von Rufen durchdrungen: „Let´s Go Murphys!“ fordern die Besucher und können es kaum erwarten, dass Al Barr und seine Jungs die Bühne betreten.

    Als schließlich The Mahones die letzten Töne erklingen lassen und nach einer kurzen Umbaupause die Lichter in der Halle ausgehen, werden die Aufforderungen der Dropkick Murphys-Fans erhört: Die Wand hinter der Bühne ziert eine große Leinwand, auf die das weiße Logo der Band projiziert wird, die das Septett unter großem Jubel entert.

    Sänger Al Barr rennt von einer Seite der Bühne zur anderen, tanzt ausgelassen und hat – so macht es denn Anschein – den Spaß seines Lebens. Ähnlich sieht es auch im Publikum aus, das aus voller Kehle die Texte mitgröhlt, sich teilweise seiner Shirts entledigt und gemeinsam mit der Band ordentlich feiert. Der Frontmann mit den Deutschen Wurzeln macht seine Ansagen auf Deutsch und kann damit wohl besonders punkten.

    Für einen Song darf dann Brian McPherson noch einmal ran, während die Murphys sich in den Hintergrund verziehen, um schließlich zusammen mit einigen Mitgliedern der anderen beiden Vorbands den wohl bekanntesten Song „I´m Shipping Up To Boston“ zum Besten geben. Unnötig zu sagen, dass es nun auch auf den seitlichen Rängen kaum jemanden auf den Sitzen hält.

    Für „Kiss Me, I´m Shitfaced“ dürfen die weiblichen Vertreterinnen aus dem Publikum auf die Bühne. Dass sich der ein oder andere Herr auf die Bühne verirrt, ist für den nächsten Song egal, denn dann darf jeder mal ran. Für eine Zugabe lassen sich die Dropkick Murphys recht lange bitten, aber genau dafür befinden sie sich auch in der richtigen Position, denn die Besucher haben noch nicht genug. Zu zwei Songs darf gefeiert werden, unter anderem zum Hit „If The Kids Are United“, im Original von der Punkband Sham 69.

    Bevor nach noch einer Zugabe verlangt werden kann, geht prompt das Licht in der Halle an – das Zeichen dafür, dass die Party nun wirklich vorbei ist. Doch nach dieser großen Resonanz wird es wohl nicht das letzte Mal sein, dass die Irish-Folk-Punker uns in Hannover beehren.

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    Bericht von Hanna
    Fotos von Maria

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