Supersuckers
Foto: Robert Höwelkröger

Die Supersuckers gehören zum jährlichen Clubinventar, wie kaum eine andere Band. Das Rock ‚N‘ Roll Trio um Sänger und Bassist Eddie Spaghetti ist fast ausnahmslos auf Tour und im Februar 2026 auch wieder in Deutschland unterwegs. Im Gepäck haben die Amis dabei ihr mittlerweile zwölftes Studioalbum „Liquor, Women, Drugs & Killing“. Am Dienstag, den 17.02.2026, sind Eddie, Marty und Drummer Chris mal wieder im Lux in Hannover zu Gast. Den Auftakt übernehmen die Pit Dogs aus Marburg.

Vielversprechender Punk-Nachwuchs

Kurz nach 20 Uhr legen die Pit Dogs mit ihrem Set los. Die Band um Sängerin und Gitarristin Sta, Bassist Nico und Drummer Aaron mischt dabei Punkrock, mit Grungeelementen und vielleicht etwas Alternative Rock. Heraus kommt eine interessante Mischung, die die Band durchaus passenderweise selber als Grungy Punkrock bezeichnet. Das Trio ist zum ersten Mal in Hannover zu Gast und von Beginn merkt man, dass die drei Musiker durchaus aufgeregt sind. Hier und da schleichen sich ein paar Verspieler ein. Aber gehört das nicht zum Punk dazu und passiert sogar alteingesessenen Gruppen?  Alle haben mal klein angefangen und es ist gut, dass es noch junge Bands gibt, die ihr Ding machen. Und so kommen die Marburger, die unter anderem ihre aktuelle Single „Mad“ in Gepäck haben, auch gut beim Publikum an. Vor allem die schnelleren Songs wissen zu gefallen, auch wenn die Songintros manchmal etwas zu lang wirken. Hier und da erinnern die Pit Dogs auch mal an Hole oder die Distillers. Im Großen und Ganzen ein Auftritt mit Potenzial. Weiter so.

Immer noch die beste Rock`N Roll Band der Welt

Kurz nach 21 Uhr sind dann die Supersuckers an der Reihe und knapp 75 Besucher haben sich vor der Bühne eingefunden. Ganz ordentlich für einen Dienstag. Eddie Spaghetti begrüßt die Anwesenden mit einem kurzen „Alright“, dann folgen direkt „Pretty Fuck Up“ und danach „The Evil Powers Of Rock`N Roll“. Eddie trägt wie immer Sonnenbrille und Cowboyhut. Gitarrist Marty ist mit dem obligatorischen Trucker-Cappy ausgestattet. Musikalisch gibt es wie immer meist schnelleren, ab und zu auch groovigeren Rock`N Roll auf die Ohren. Und den Zuschauern gefällt es, denn die Supersuckers sind live eine Macht, die sich dabei nicht wirklich ernst nimmt. So bezeichnet Eddie seine Band später als „The Best Rock‘ N Roll Band in the World – und wir machen das schon sehr lange, seit mindestens 1900, also seit immer.“ Und hat damit direkt die Lacher auf seiner Seite.

Bestes Album 2026 und 2027 im Gepäck

Es folgen mit „Coattal Rider“ ein Song vom ersten Album, sowie u,a, „Get The Hell“, „All The Time“, „Maybe I´m Just Messin With You” oder „Tried To Write A Song”. Die letzten beiden Songs stammen genauso vom neuen Album, wie auch „Unsolveable Problems“ oder „I Don´t Enunciate“, die sich später noch im Set finden und die Eddie mit „Wir haben ein neues Album, warum auch immer, denn eigentlich interessiert es keinen“ ankündigt. Er fügt aber auch noch unbescheiden hinzu, es sei aber „das beste Album in diesem und eigentlich auch im nächsten Jahr“. Weiter geht es u.a. mit „Ron´s Got The Cocaine“, „The History Of Rock `N Roll”, Rock Your Ass”, „Mudhead” oder „Supersucker Drive By Blues”. Auch eine kurze Bandvorstellung darf nicht fehlen. Dann bedankt sich Eddie beim Publikum fürs Kommen mit den Worten „Danke, dass ihr da seid auf einem Dienstag. Ich läge an eurer Stelle wohl schon längt auf der Couch.“ Schließlich folgt mit „Born With A Tail” noch der krönende Abschluss, der das Konzert nach gut 80 Minuten beendet und das Publikum glücklich in die Nacht entlässt. Super Abend, tolle Band, die einfach mehr Zuschauer verdient gehabt hätte. Hoffentlich beim nächsten Mal, denn das wird kommen!