Annisokay, I Set My Friends On Fire & Rising Insane in Hannover

    Annisokay am 01. November 2018 im MusikZentrum in Hannover
    Foto: Nikita Pohlan

    Gerade erst sind Annisokay von ihrer großen USA-Tour zurückgekehrt, schon zerlegen sie wieder heimische Bühnen. In diesem Zuge macht die Metalcore Band auch im MusikZentrum in Hannover Halt. Im Gepäck haben die Musiker aus Halle ihr kürzlich veröffentlichtes Album „Arms“. I Set My Friends On Fire aus Florida und lokale Unterstützung in Form der Bremer Band Rising Insane machen das Line Up der „Fully Automatic World Tour“ an diesem Abend komplett.

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    „Das größte Glück für uns ist, vor 300 Leuten zu spielen, die alle unsere Mucke kennen“

    Die volle Ladung Metalcore

    Den Anfang macht die recht junge Metalcore-Band Rising Insane aus Bremen. Bereits um 19.15 Uhr ist das MusikZentrum gut gefüllt. Obwohl die meisten heute natürlich wegen Annisokay hier sind, heizt der brutale Sound von Beginn an direkt ein und trägt dazu bei, dass Bewegung ins Publikum kommt. Aber nicht nur vor der Bühne geht es heiß her, denn die fünf Musiker sind in ihren Skinny Jeans beneidenswert beweglich.

    Sänger Aaron beweist eine große stimmliche Vielfalt, wenn er nicht nur die cleanen Parts singt, sondern ebenso die harten Shoutings meistert. Gegen Ende ihres Auftritts will Aaron das Publikum noch einmal motivieren und meint: „Am Ende des heutigen Abends ist hier eh keiner mehr trocken!“ Wie Recht er damit hat, wird später noch deutlich. Kurz vor Ende positionieren sich Rising Insane mit dem Song „When My Anger Burns“ klar gegen Homophobie und Rassismus. Nach diesen energiegeladenen 45 Minuten bedanken sich die Bremer beim Publikum und erhalten viel Applaus.

    Experimentelles aus Florida

    Die Amerikaner von I Set My Friends On Fire entern gegen 20.30 Uhr die Bühne. Gitarrist Nathan beweist direkt einen Hang zum Fluchen und begrüßt das MusikZentrum mit den Worten „Hannover, how the fuck are you doing?“ Nach den ersten Songs ist relativ schnell klar, dass die Band aus Florida mit ihrem Sound eher auf Unverständnis stößt. Das Publikum weiß nicht so recht, was es von der experimentellen Mischung aus Hardcore, elektronischen Klängen und Dance-Passagen halten soll. Die Bemühungen der Musiker, etwas Bewegung in den Saal zu bringen, fruchten auch nach den nächsten Stücken nicht richtig.

    Sänger Matt nutzt eine kleine Pause, um den Einsatz von Dave Grunewald (Annisokay) zu loben, der sich erst wenige Tage zuvor seinen Arm während einer Show ausgekugelt hat. Für die letzten Songs holen sich die Amerikaner Unterstützung vom Vocalist der Deathcore-Formation Livyah aus Salzwedel, was bei den Besuchern super ankommt.

    Trotz Verletzung eine grandiose Show

    Als gegen 21.30 Uhr diffuses Licht den dichten Nebel auf der Bühne durchbricht, ist das MusikZentrum bis auf den letzten Platz gefüllt. Die ersten Töne von „Coma Blue“ aus dem neuen Album von Annisokay erklingen und treffen absolut den Nerv des Publikums. Endlich ist überall Bewegung zu sehen und mit „What`s Wrong“ entsteht auch der erste Moshpit des Abends. Shouter Dave findet, „es ist immer wieder schön, in Hannover zu sein“, auch wenn ein wenig Verwirrung ob des Wochentags herrscht. Wegen seiner Schulterverletzung fordert er umso mehr Engagement vom Publikum. Gesagt, getan, denn es wird mitgesungen und getanzt. „Ihr seid schon gut drauf, aber jetzt kommen erst die richtig guten Songs“, verkündet Sänger und Gitarrist Christoph. Recht hat er.

    Beim Hit „Unaware“ finden die ersten Crowdsurfer ihren Weg auf die Bühne und die aufgeheizte Stimmung erreicht ihren Höhepunkt. Die Bühnenshow von Annisokay ist auf dieser Tour besonders eindrucksvoll, denn sie haben einen persönlichen Light Jockey dabei, der nicht mit dem Einsatz von Stroboskopeffekten spart. Gegen 22.30 Uhr verabschiedet sich die Band, kommt aber für einige weitere Zugaben schnell auf die Bühne zurück. „Das größte Glück für uns ist, vor 300 Leuten zu spielen, die alle unsere Mucke kennen“, bedankt sich Christoph. Dave ergänzt „Ihr macht diese Tour zu etwas Besonderem“, bevor mit „Sky“ der allerletzte Song dieses Abends angestimmt wird.

    Annisokay

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    I Set My Friends In Fire

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    Rising Insane

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