COCK AM RING: damit sich der Ring mehr Frauenbands leisten kann!

Initiiert ist das Projekt von der Band Kochkraft Durch KMA und dem Label Ladies & Ladys: 24 Bands, darunter viele spannende Newcomer:innen aber auch etablierte Bands mit weiblicher Beteiligung wie Tonbandgerät, haben 24 (männliche) Bands des Rock Am Ring Lineups gecovered.

Seit quasi jeher herrscht auf den Bühnen von Rock am Ring und vielen anderen Musikfestivals ein haarsträubendes Übergewicht an Männern. Typen, Dudes, Kerle soweit das Auge reicht! Im Durchschnitt liegt der Anteil der Frauen, die bei Rock am Ring auftreten, solide im einstelligen Prozentbereich. Andere Geschlechtsidentitäten? Da geht’s gegen Null. Sogar in der AfD-Fraktion des Thüringer Landtags ist das Verhältnis ausgewogener.

…ein Charity-Sampler sammelt Geld für ROCK AM RING – damit sich das Festival künftig mehr Frauenbands leisten kann!

Das Problem ist schon lange bekannt und auch Rock am Ring-Veranstalter DreamHaus hat den Willen zu Veränderung betont. Nicki Frenking von Kochkraft durch KMA findet es “jedes Jahr aufs Neue erfreulich, in unterschiedlichen Statements der Veranstaltenden davon zu lesen, dass sich das Line-Up in Sachen Diversität weiterentwickelt. Allerdings: Es sind anscheinend Lippenbekenntnisse, denn wirklich etwas verändern tut sich nicht.

Ziel der Initiative ist es, einerseits auf ein seit Jahren bestehendes und immer noch nicht gelöstes Problem der Rock-Szene aufmerksam zu machen. Gleichzeitig bemühen sich die Initiator:innen aber auch, Lösungsansätze zu kommunizieren und sichtbar zu machen, die in den vergangenen Monaten und Jahren an vielen Stellen lang und breit diskutiert wurden (sei es bei „Music S Women“ oder via „Keychange“ der PRS Foundation).

Denn auch im Jahr 2022 ist das Line-Up wieder fast ausschließlich männlich. Woran liegt das? „Männer buchen Männer. Es ist einfacher, die Bands zu buchen, die man kennt. Das sind eben männliche.“, sagt Johanna Bauhus, Gründerin des feministischen Musiklabels Ladies & Ladys im Deutschlandfunk Kultur.

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Diese Bands und Künstler*innen sind dabei:

Annelu – Starlight (Muse)
August August – You Don’t Care About Us (Placebo)
Becky Sikasa – Island in the Sun (Weezer)
Birgit Jones – First Date (Danko Jones)
Die Tüdelband – Hoffnung (Jan Delay)
Dorit Jakobs – My name is Jonas (Muse)
ELENA RUD – Meer (Rin)
Ell – Let Me In (Beatsteaks)
Gigolo Tears – Always Hardcore (Scooter)
Jule Blumt – Hätten wir sein können (Trettmann)
Kapa Tult – Milk & Honey (Beatsteaks)
Kat Kit – New Born (Muse)
Kochkraft durch KMA – Mein schöner Hodensack (Die Kassierer)
Lauringer – Someone you loved (Lewis Capaldi)
Lisa Spielmann – Ein Kompliment (Sportfreunde Stiller)
Lisa Who – Swallowed (Bush)
Looking for Ella – Wo warst du? (Casper)
metty – Brunai (Rin)
Mina Richman – Red Flag (Billy Talent)
Schwester Ebra – Surrender (Billy Talent)
Shitney Beers – The Plot To Bomb The Panhandle (A Day To Remember)
Still Talk – NJ Legioned Iced Tea (A Day To Remember)
Tonbandgerät – Lila Wolken (Marteria)
Wenn einer lügt dann wir – Bayern (Die Toten Hosen)