Less Than Jake – Silver Linings

Neben den Mad Caddies zählen Less Than Jake auch 2020 immer noch zu den Vorreitern in Sachen gute Laune Ska-Punk. Und dies, obwohl mit Gründungsmitglied Vinnie Fiorello einer der Haupttexter der Urgesteine nicht mehr mit an Bord ist. Und so hat es auch fast sieben Jahre gedauert, bis es ein neuen Studioalbum gibt. „Silver Linings“ heißt das gute Stück und ist ein Gute-Laune-Album geworden, das den Sommer zurück in diese triste Zeit und in den Winter zurückbringt.

„Less Than Jake funktionieren auch 2020 noch so gut und stehen mit „Silver Linings“ auch fast 30 nach Jahre nach ihrer Gründung für tollen, abwechslungsreichen und flotten Ska-Punk.“

Insgesamt sieben Jahre nach „See The Light“ erblickt „Silver Linings“ nun das Licht der Welt. Neu dabei ist Drummer Matt Yonker, früher als Tourmanager mit von der Partie, der seine Sache wirklich gut macht und über die gesamte Länge von knapp 36 Minuten und zwölf Songs für einen ordentlichen Drive sorgt. Aber auch der Einsatz von Posaunen und Saxophon erfolgt punktgenau und sorgt für tolle Melodien. Dazu kommt die grandiose und eingängige, aber zugegeben auch manchmal etwas gewöhnungsbedürftige Stimme von Sänger Chris Demakes. Fertig ist das Erfolgsrezept, das nun bereits seit beinahe 30 Jahren für tollen Ska-Punk steht und das immer noch so gut funktioniert.



„Silver Linings”: Flott, abwechslungsreich und nie langweilig

Los geht es mit „The High Cost Of Low Living”. Und die Band aus Gainesville in Florida legt die Messlatte direkt ordentlich hoch: Eine rockige, eingängige Nummer auf Midtempo-Basis, aber sehr melodischem Refrain. Es folgt die vorab veröffentlichte erste Single „Lie To Me“. Ein echter Ohrwurm, aber wie der weitere Verlauf zeigt, noch nicht der stärkste Track. Hier fällt erstmal der wechselnde Gesang von Chris Demakes und Bassist Roger Lima deutlich ins Gewicht. Mit „Keep On Chasing“ geht es dann noch etwas grooviger weiter, wobei hier auch erneut der starke Refrain und die Bläser den Unterschied ausmachen. Ein weiteres Highlight folgt mit dem grandiosen „Anytime And Anywhere“, wobei Less Than Jake das Tempo anziehen und erneut vor allem im Gesamtbild punkten. Und wer beim Refrain nicht mitwippt, mitsing oder summt, der sollte sich eine andere Musikrichtung suchen.

In diesem Stile geht es immer weiter. Jeder Song ist irgendwie ein bisschen anders als der Vorgänger, wodurch auch eine gehörige Portion Abwechslung zu hören ist – ein echter Pluspunkt für „Silver Linings“. „The Test“ folgt, reiht sich nahtlos in die Phalanx der bisherigen starken Songs ein, hat aber auch einen sehr nachdenklichen Part zu bieten. Erheblich flotter wird es mit „Dear Me“ , wo der Skatepunkanteil gesteigert wird, unterbrochen vom Midtempo Refrain, hervorragend zum innehalten geeignet. Und genauso flott und treibend geht es mit „Monkey Wrench Myself“ weiter, ebenfalls ein echter Hit, bevor es mit „King Of The Downside“ wieder etwas ruhiger und grooviger wird. „Lost At Home“ fährt dann das Tempo weiter runter und besitzt einen balladesken Touch, ohne dabei in irgendeiner Art und Weise langweilig zu werden. Bei „Move“ ziehen Less Than Jake das Tempo wieder an, ohne es dabei zu übertreiben, bevor das schnellere „Bill“ und das ebenfalls sehr groovige und skalastigere „So Much Less“ dieses tolle Werk beschließen.

36 Minuten lang gute Laune

Im Winter 2020, nach diesem schwierigen Jahr für alle, ist jedes Licht am Ende des Tunnels, jede positive Botschaft und jedes Gute-Laune-Album Gold wert. Und genau das legen Less Than Jake hier vor. Dabei ist „Silver Linings“ in erster Linie ein Album das wächst, das sich permanent steigert und bei jedem Hördurchgang noch mehr gute Laune verbreitet und noch besser wird.

„Silver Lingings“ ist das perfekte Album für die Ein-Mann-Party zu Hause unter Coronabedingungen und animiert dazu, wild und hemmungslos durch die Wohnung zu tanzen und lauthals mitzugrölen. Da muss der Nachbar durch, es sind ja schließlich besondere Zeiten. Less Than Jake machen hier also vieles, vielleicht sogar alles richtig und versüßen jedem Hörer noch einmal das Ende diesen Jahres. Einfach großartig!

Video: Less Than Jake – Anytime and Anyhwere

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Less Than Jake - Silver Linings AlbumcoverLess Than Jake – Silver Linings
Release: 11. Dezember 2020
Label: Pure Noise Records
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