Madball & With A Mind in Hannover

    Madball
    Foto: Maria Graul

    With A Mind leiten Stage-Dive-Saison ein

    Als local Support reisen With A Mind aus Hildesheim an und stellen sich prompt dem Publikum vor: „Wir sind fucking With A Mind“ . Die Band existiert seit 2013 und verabschiedet sich an diesem Abend von ihrem Bassisten Budde. Die Jungs machen kein Geheimnis daraus, dass diese Show etwas besonders für sie sein würde. Denn mal ehrlich, welche Band wünscht sich nicht insgeheim sich einmal mit einer Band wie Madball die Bühne zu teilen?

    Frontmann Wosche steht von Beginn an nicht still und gibt gefühlt alles für eine starke Performance. Budde genießt sichtlich seinen letzten gemeinsamen Abend mit der Band und stellt sich immer wieder in den Vordergrund. Gegen Ende des zirka 30-minütigen Sets fliegt sogar etwas Konfetti – welches an Hardcore Shows in den 90er Jahren erinnert. Frontmann Wosche leitet mit einem gekonnten Sprung die Stage-Dive-Saison ein und beendet kurze Zeit später das Set.

    Madball überzeugen mit bunter Mischung quer durch die Bandgeschichte

    Nach einer etwas längeren Umbaupause ertönt das Intro der New York Hardcore Legenden um Freddy Cricien. Mittlerweile befinden sich auch alle anwesenden Menschen vor der Bühne. Dabei ist es immer wieder spannend zu sehen, wie durchmischt das Publikum auf Madball Shows ist. Alt und jung zusammen – oder wie Freddy sagen würde: „Old School and New School Kids“. Schon bei den ersten Songs beginnt sich das Publikum trotz der hohen Temperaturen komplett zu verausgaben. Die Setlist besteht aus einer bunten Mischung quer durch die Bandgeschichte. Von „Set it Off“ über „Pride“ zu „Dog Marten Stomp“ und zurück über „Infiltrate the System“ und „Hold it Down“ füllt die Band ohne Probleme eine gute Stunde Programm.

    „Is this really Germany? It feels like Florida“

    Dabei schaffen es die Männer aus New York City zu keinem Zeitpunkt an Puste zu verlieren oder langweilig zu werden. Die Temperaturen steigen während des Sets der Band immer weiter an. Cricien bemerkt treffend: „Is this really Germany? It feels like Florida“ . Gegen Ende der Show ist das Klima des Kellerclubs kaum mehr auszuhalten. Dies zeigt sich besonders an dem zunehmenden Schwund der Zuschauer.

    Abschließend bleibt zu sagen, dass Madball trotz ihres Alters und der regelmäßigen Deutschland Konzerte immer noch zu überzeugen wissen. Madball sind und bleiben Legenden und werden der Hardcore Community hoffentlich noch lange erhalten bleiben.