Was einst als spielerisches Nebenprojekt begann, ist längst zu einer eigenständigen künstlerischen Kraft herangewachsen. Mariachi El Bronx starten mit ihrer neuen Single „Bandoleros“ selbstbewusst ins Jahr 2026 – und setzen damit ein deutliches Zeichen. Der Song ist die erste Auskopplung aus dem kommenden Album „Mariachi El Bronx IV“, das am 13. Februar über ATO / Integral erscheint und zugleich das erste Studioalbum der Band seit über zehn Jahren markiert.
„Norteño-Klänge, drängende Bläser und eine klare Haltung: „Bandoleros“ zeigt Mariachi El Bronx so entschlossen und relevant wie nie zuvor – ein Comeback mit Gewicht.“
Estevan Oriol inszeniert das Comeback visuell
„Bandoleros“ ist ein entschlossener, von Norteño-Elementen durchzogener Track, der sich wie ein Schlachtruf entfaltet. Getragen von Bläsern, Streichern und einem drängenden Rhythmus, fängt der Song den Geist des Albums ein: Widerstand, Mut und ein trotziges Weitermachen – auch dann, wenn die Umstände düster erscheinen. Die Zeile „We ride out / No matter how bad it may seem“ wirkt dabei wie ein emotionaler Anker, der persönliche wie gesellschaftliche Krisen zusammenführt. Passend zur Wucht des Songs wurde das Video zu „Bandoleros“ von Street-Photography-Legende Estevan Oriol gedreht, einem langjährigen Freund und kreativen Wegbegleiter der Band. Oriol, bekannt durch seine Arbeiten mit Cypress Hill, Snoop Dogg oder Eminem, verleiht dem Song eine visuelle Sprache, die rau, direkt und zutiefst mit der Kultur Südkaliforniens verwurzelt ist. Die Zusammenarbeit ist Ausdruck einer gewachsenen Verbindung – künstlerisch wie persönlich.
Video: Mariachi El Bronx – Bandoleros
Mit „Bandoleros“ folgt Mariachi El Bronx auf bereits veröffentlichte Singles wie „Forgive or Forget“ und „RIP Romeo“. Besonders „Forgive or Forget“, das auf KCRWs Morning Becomes Eclectic Premiere feierte, brachte der Band breite Aufmerksamkeit: Stereogum lobte den „dramatischen, herzlichen Strudel aus Hörnern und Gitarren“, Revolver hob die treibenden Rhythmen hervor. Kritiker:innen waren sich einig, dass Mariachi El Bronx längst mehr sind als ein augenzwinkernder Seitenarm ihrer Punk-Wurzeln.
Wenn persönlicher Schmerz zu Musik wird
„Mariachi El Bronx IV“ versammelt zwölf Songs, die die reiche hispanische Musiktradition von Los Angeles feiern und zugleich Geschichten von Kämpfer:innen, Liebenden und Gestrandeten erzählen. Die Entstehung des Albums war dabei stark von persönlichen Erfahrungen geprägt. Sänger Matt Caughthran verarbeitete in den Texten den Verlust mehrerer nahestehender Menschen, während gleichzeitig verheerende Brände die Region um Los Angeles heimsuchten. Dem gegenüber stand ein Moment großer Nähe und Liebe: seine Hochzeit im selben Jahr. Aus dieser Spannung heraus entstand das bislang emotionalste Album der Band.
Punk trifft Mariachi: Musik der Arbeiterklasse
Auch live kehren Mariachi El Bronx 2026 mit voller Wucht zurück. Bekannt für ihre intensiven Shows und ikonischen Charro-Anzüge, feiert die achtköpfige Band den Album-Release mit einer besonderen Show am 14. Februar in Tijuana, Mexiko – einer Stadt, die für die Band sinnbildlich für Schönheit, Gefahr und Inspiration steht. Der Auftritt wird weltweit gestreamt und unterstreicht den gemeinschaftlichen Gedanken, der Mariachi El Bronx seit jeher antreibt. Mit „Bandoleros“ zeigen Mariachi El Bronx eindrucksvoll, dass Punk und Mariachi keine Gegensätze sind, sondern aus derselben Seele sprechen: Musik der Arbeiterklasse, ehrlich, widerständig und voller Herz.
Tracklisting:
1. Forgive or Forget
2. Bandoleros
3. Songbird
4. All Things
5. El Dorado
6. Fools Gold
7. The Takers
8. RIP Romeo
9. Gambler’s Prayer
10. El Borracho
11. Tie You Down
12. Into The Afterlife








