NOFX – Ribbed Live In A Dive

Wie feiert man am besten die Veröffentlichung der NOFX „Ribbed Live In A Dive“ Platte? Ganz klar: Man schnappt sich gute Freunde, verbarrikadiert sich mit benanntem Haufen in einem engen Kellerraum, wartet bis die Temperaturen steigen, lässt die Kronkorken knallen und legt die frisch erworbene Platte auf. Innerhalb kürzester Zeit ist es 1991 und man befindet sich auf einer großartigen NOFX „Ribbed“ Releaseshow.

2018 reanimiert kein anderer als Labelboss Fat Mike himself mit seinen Mannen von NOFX die Kultserie „Live In A Dive“

„Ribbed“ ist das dritte Studioalbum der Band und wurde am 26. März 1991 via Epitaph veröffentlicht. Es war das letzte Album, welches mit dem Gitarristen Steve Kidwiller eingespielt wurde. Folgend löste El Hefe ihn ab. Produziert wurde „Ribbed“ vom Musikerkollegen und Bad Religion Gitarristen Brett Gurewitz und laut Fat Mike muss das eine ganz besondere Zusammenarbeit gewesen sein:

„Once again we went back to Westbeach with Brett. This record took 12 days. For some reason we were playing a lot of chess during the recording. I swear every 20 minutes me and Brett would play a game of speed chess, and then mix another song. This record was important. It was the first NOFX record that people actually liked. I think we finally got our sound.“

Ganze dreizehn Jahre pausierte die „Live In A Dive“ Serie des US-amerikanischen Labels Fat Wreck Chords. 2001 ins Leben gerufen, gab es bereits Live-Alben von beispielsweise Sick Of It All, Strung Out, Lagwagon und No Use For A Name. „Live In A Dive“ wird traditionell am Stück aufgenommen und beinhaltet sämtliche Ansagen der Show. 2018 reanimiert kein anderer als Labelboss Fat Mike himself mit seinen Mannen von NOFX die Kultserie „Live in a Dive“.

Ein Hochgenuss an Komik in Kombination mit einer der besten und prägendsten NOFX Platten

Jetzt dauert es vermutlich nicht lange, bis bewusst wird, was das im Fall einer NOFX Version bedeutet. Der Fat Wreck Chords Gründer Fat Mike glänzt natürlich mit seinem üblichen, ganz hervorragenden Repertoire an geistigen Ergüssen. Gepaart mit bissigen Kontern und scharfen Sprüchen von Melvin und El Hefe, ist NOFX „Ribbed – Live In A Dive“ ein absoluter Hochgenuss an Komik in Kombination mit wohl einer der besten und prägendsten NOFX Platten.

Diese Scheibe darf ganz sicher in keiner gut sortierten Vinylsammlung fehlen

Über den musikalischen Inhalt und explizit die einzelnen Titel muss man vermutlich nicht mal was sagen. „Green Corn“, „Together On The Sand“, „Just The Flu“ oder „I Don’t Want You Around“ – bei dem es Unterstützung von Teenage Bottlerockets Kody Templeman gibt – sind aus der NOFX Diskografie kaum wegzudenken. Eingespielt wurde das 14-songstarke Gesammtwerk am 13. Dezember 2012 im Mayan Theatre in Los Angeles.

Während auf dem 95er-Live-Album „I Heard They Suck Live“ und dem 2007er „They’ve Actually Gotten Worse Live“ oft mit den Tempi und dem Sound der Songs experimentiert wurde, ist „Ribbed – Live In A Dive“ genauso rough wie das einstige Album. Diese Scheibe darf ganz sicher in keiner gut sortierten Vinylsammlung fehlen!

Video: NOFX – Cheese/Where’s My Slice Ribbed – Live In A Dive

Hier erhältlich
NOFX – Ribbed Live in a Dive
Release: 03. August 2018
Label: Fat Wreck Chords

Bei Maria reichen sich Punk und Politik nicht einfach nur die Hand, sie liegen sich quasi eng umschlungen im Arm und trinken Schnäpschen auf die alten Zeiten. Wenn sie nicht gerade davon träumt durch die Welt zu reisen oder ihrem Ärger auf Demos Luft macht, testet sie die neuesten Eiskreationen der Stadt, träumt vom Ruhrpott Rodeo oder sortiert ihre Platten zwischen der Terrorgruppe, Wizo, Propagandhi und No Use For A Name.

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