Quiet Slang – Everything Matters But No One is Listening

Viel wurde im Vorfeld der Veröffentlichung von Quiet Slangs “Debütalbum” mit dem wunderbaren Titel “Everything Matters But No One is Listening” geredet. Sogar von der Beerdigung James Alex’ Hauptband Beach Slang wurde gesprochen. Die Ursachen dafür waren diverse Zwischenfälle und die damit einhergehenden Trennungen von einzelnen Mitgliedern. Doch so viel vorweg: Beach Slang touren derzeit mit neuer Besetzung durch Amerika. Quiet Slang ist in erster Linie ein weiterer Weg für Alex, seinen immensen Output zu kanalisieren.

Cello- und Klavier-Melodien treffen in Bereiche des Herzens, die für laute Gitarren nur schwer zugänglich sind

Als kleine “Enttäuschung” könnte der Inhalt der Platte gewertet werden. Die Songs auf “Everything Matters But No One is Listening” sind für Kenner von Beach Slang allesamt nicht neu. Das Album als “Best Of im klassischen Gewand” zu bezeichnen wäre allerdings auch untertrieben. Wenn man sich mit diesem Punkt arrangiert hat, erkennt man schnell die Stärke von Quiet Slang: Altbekannte Lieder werden auf eine Weise präsentiert, die einem schon beim ersten Hören Gänsehaut verschafft. Wo sonst die Songs in der Beach Slang Interpretation vor allem live vor Energie und wildem Lärm nur so strotzen, bekommen auf diesem Album die Lyrics den Platz, der ihnen eigentlich zusteht.

“Play it loud, play it fast” wie es etwa im Song “Future Mixtape For The Art Kids” heißt, wirkt somit bei jedem Wort nahezu ironisch. Doch genau das ist es, was der umtriebige James Alex dem Song entlocken wollte und darin liegt gleichermaßen die Quintessenz des Albums: Quiet Slang zeigt, wie kraftvoll ein Flüstern sein kann – wie tief Cello- und Klavier-Melodien in Bereiche des Herzens treffen, die für laute Gitarren nur schwer zugänglich sind.

Die Songs sind alles andere als “Coverversionen”

Songs wie “Filthy Luck”, “Dirty Cigarretes” und “Warpaint” zeigen sich plötzlich in einem völlig anderen Licht. Die verträumten Chöre sorgen für das gewisse Extra. Die Songs sind also alles andere als “Coverversionen” und genau darin bestand für James Alex die Herausforderung. Er hofft, dass dieses Debütalbum nur der erste Schritt auf einem weiteren Weg Quiet Slangs ist. Mit weiteren Veröffentlichungen will Alex sich frei davon machen, nur allein der kleine Bruder Beach Slangs zu sein. Das Ziel ist es “seine eigene Stimme” zu entwickeln.

Video: Quiet Slang – Dirty Cigarettes

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