The Movement und 17 Seconds live in Hannover, Lux

Foto: Robert Höwelkröger

The Movemnet sind eine dieser Bands, die seit Jahren auf Tour gehen, die man unzählige Mal gesehen hat und dennoch immer wieder live sehen will. Denn die Dänen um Frontmann Lukas Sherfey stehen für wilde Shows, coole Songs und gute politische Botschaften. Die Show in Hannover am 6. Februar im Lux ist in diesem Jahr Tourstart. Und ein wenig überraschend meldet das Lux ein paar Tage zuvor bereits ausverkauft. Es wird also kuschelig an diesem Abend, Vorband sind im Übrigen 17 Seconds.

Auftakt nach Maß

Gegen 20 Uhr starten 17 Seconds aus Hannover. Die Band ersetzt die Briten Heavyball, die ihre Tournee absagen mussten. Gestartet wird mit den drei deutschsprachigen Songs „Fall mich an“, „Scheiße Schicksal“ und Mittelpunkt der Welt.“ Sänger Holger begrüßt die bereits Anwesenden mit einem „Hallo Lux, seid Ihr da?“ Und das Publikum ist da und geht von Beginn an gut mit. Es folgen „Time“, „Behemoth“ und „Carry On“. Musikalisch mischt das Quartett etwas Punkrock, mit Rock ´N Roll und etwas Rock. Herauskommt eine Mischung, die man wohl am besten als punkiger Alternative-Rock bezeichnen kann. Die Band hat auf jeden Fall Spaß und so ist Holger absolut begeistert von diesem Abend, wie er immer wieder betont. Es folgen dann noch u.a. „Most Erotic Day“ und „Fool Tool“ als Abschluss, dann ist nach 35 Minuten Schluss. 17 Seconds haben sich definitiv einige neue Fans erspielt.

Band im Anzug

Die Umbaupause dauert dann doch recht lange und das Lux ist bis zum Anschlag gefüllt, als es gegen 21:15 Uhr endlich losgeht. The Movement, wie immer adrett im Anzug gekleidet, haben dabei einen neuen charismatischen Bassisten dabei, der seine Sache gut macht, aber an die wilden Auftritte seines Vorgängers Sebastian nicht ganz herankommt. Im Grunde lebt das Trio aber schon seit 2002 von Sänger und Gitarrist Lukas Sherfey, der mit seinem leicht schiefen Grinsen und seiner tollen Stimme die Zuschauer in seinen Bann zieht – auch an diesem Abend. Los geht es mit „Revolt“ und sofort ist Bewegung vor der Bühne. Die Band hat von Beginn sichtlich Spaß und genießt den pickepackevollen Club enorm. Weiter geht es u.a. mit „Sound Of The Youth”, „Losing You” oder „Got Marx”. Lukas, zu Beginn mit Whiskey in der Hand, bedankt sich immer wieder artig, und zeigt sich sehr dankbar, viel mehr Ansagen gibt es im Grunde erstmal nicht.

Punk, Mod und Powerpop

Die Band gibt mächtig Gas. Und so steht unter anderem Drummer Alex am Bühnenrand und animiert zum Ausrasten. Musikalisch verleitet die Mischung aus Punk, Mod und Powerpop zum Tanzen und Mitsingen. Denn die Energie der Bühne überträgt sich schnell auf die Fans. Das macht einfach Spaß. Es folgen im weiteren Verlauf u.a. noch „Karl Marx“, „Revolutionary Sympathies“, „Put The Lights On” oder „Control Your Temper“. Nach gut 50 Minuten ist erstmal Schluss. Die Band sucht das Bad in der Menge, doch kommt noch einmal zurück und setzt mit „ Turn Away Your Faces“ und „No Products” einen mehr als würdigen Schlusspunkt. Knapp 60 Minuten lang beweisen The Movement auch in diesem Jahr, was für eine Top-Band sie sind. Gerne immer wieder!