Start Konzertberichte The Gems, King Zebra und Mia Karlsson live in Hannover, Lux

The Gems, King Zebra und Mia Karlsson live in Hannover, Lux

The Gems
Foto: Robert Höwelkröger

The Gems sind 2023 aus der Band Thundermother hervorgegangen, als sich diese von drei ihrer Musikerinnen trennt. Nun, drei Jahre später und gerade mit dem zweiten Album im Gepäck, sind die Schwedinnen auf Tour und im Lux in Hannover zu Gast. Der kleine Club meldet sogar ausverkauft. Das kann nur warm, rasant und gut werden. Als Support sind King Zebra und die The Gems Tourbassistin Mia Karlsson als Soloprojekt mit dabei.

Hannover rockt

Gegen 19:50 Uhr am Lux ankommend, sind King Zebra bereits seit mindestens 10 Minuten auf der Bühne. Zudem ist auch der spontane Auftritt von Mia Karlsson als Solo- und Akustikkünstlerin bereits vorbei. Sie startete so gegen 19 Uhr. King Zebra spielen vor einem komplett vollen Club. Und die Stimmung ist super. Die Schweizer heizen richtig ein und das Publikum in Hannover feiert es. Dabei nehmen King Zebra die Zuschauer mit auf eine Zeitreise in die 80er Jahre. Denn musikalisch ist das Nostalgie pur für alle Fans von 80er Hardrock, gepaart mit etwas Heavy Metal und Classic-Rock Made in Amerika. Zu den Songs an diesem Abend zählen u.a. „Cyanide“, „Starlight“, „All I Want Is You“ oder „The Wall Of Confusion“, im Original mit The Gems Sängerin Guernica aufgenommen, leider kommt sie aber nicht auf die Bühne. Sänger Eric St. Michaels zeigt sich dabei total begeistert von Hannover und der Crowd. „Ihr seid super“, so der gebürtige US-Amerikaner. Weiter geht es mit „Firewalker“ und den Rausschmeißer „Children Of The Night“. Eric bedankt sich noch bei The Gems für die Supportrolle auf der Tour und dem Publikum mit einem „Hannover rockt!“. Dann ist nach knapp 40 Minuten Schluss.

Es stimmt: Hannover rockt ja wirklich

Dann sind nach kurzer Umbaupause The Gems an der Reihe. Die kommenden 75 Minuten geht es dabei ganz schön zur Sache. Auch die Schwedinnen, live als Quartett unterwegs, stehen für treibenden Hardrock, sind dabei aber eher im modernen Fahrwasser zu Hause. Die Band lebt vor allem von Guernicas tollem Gesang und dem starken Gitarrenspiel von Emlee Johansson, die das beide wieder hervorragend auf die Bühne bringen. Natürlich sei auch Schlagzeugerin Mona erwähnt, genau wie Bassistin Mia, die ja mit der Akustikgitarre den Abend eröffnet hat. Los geht es u.a. mit „Year Of The Snake”, „Queens” oder „Send Me To The Wolves”. Das Set besteht aus einem guten Mix aus beiden Alben, setzt aber vor allem das neue und aktuelle Album „Year Of The Snake“ in Szene. Dieses beschreibt Guernica als schneller, härter und besser als den Vorgänger. Dennoch wissen auch die älteren Lieder zu gefallen. Überhaupt ist die Stimmung im Lux hervorragend und das kommt auch auf der Bühne außerordentlich gut an.

Es folgen u.a. „Clout Chaser“, „Hot Bait“, „Live And Let Go” sowie der Hit „Gravity”. Guernica freut sich in Hannover zu sein. “Wow, einfach nur Wow, danke Hannover.“ Später betont sie erneut, wie großartig es ist, in derselben Stadt zu spielen, aus der die Scorpions stammen. Weiter geht es u.a. mit „Stars“, „Buckle Up“ sowie einer kleinen Akustiksession, die u.a. „Ease Your Pain“, „Running“ und „Fruits Of My Labor“ beinhaltet. Danach ziehen die vier Schwedinnen direkt das Tempo wieder an und Hannover zeigt sich weiterhin begeistert. So fühlt sich Guernica schließlich bestätigt: „Es stimmt: Hannover rockt ja wirklich!“. Das wussten wir Hannoveraner natürlich schon immer, geben das gerne aber zurück. Vor allem bei den weiteren Songs „Firebird“, „Rough In The Water“ oder „Happy Water“. Damit endet der erste Teil der Show, doch The Gems lassen noch „Like A Phönix“ als großes Finale folgen. Dann endet dieser Abend im Zeichen des Hardrock, der fast ausnahmslos glückliche Gesichter hinterlässt.