Attila, Arktis und Oceans Ate Alaska in Hannover

    Attila
    Foto: Christina Powalisz

    Lediglich drei Konzerte geben Attila dieses Jahr in Deutschland und Fans aus Hannover dürfen sich glücklich schätzen: Um das Bergfest so richtig zu zelebrieren, ist die Band den weiten Weg aus Atlanta nach Hannover ins Lux angetreten. Mit im Gepäck haben sie ihre neue Single „Three 6“, die einen Vorgeschmack auf das im Sommer kommende Album bieten soll. Unterstützt wird der Abend von Oceans Ate Alaska und der lokalen Metalcore-Band Arktis.

    Die sommerhaften Temperaturen der letzten Woche sind wieder gesunken, doch im Lux steht heute ein heißer Abend auf der Karte. Aus „produktionstechnischen Gründen“ wurde die Show vom MusikZentrum in den beschaulichen Club verlegt und auch die Anzahl der anwesenden Gäste bleibt zunächst überschaubar, als pünktlich um 20.00 Uhr die Hannoveraner von Arktis den Abend einleiten. Sänger Benny Hung ist sichtbar mit ganzer Seele dabei und überzeugt dann auch das Publikum – trotz anfänglicher Schwierigkeiten – mit dem Ausruf „Beim nächsten Song springt Ihr!“ endlich in Bewegung zu kommen. Bei ihrem K.I.Z-Coversong „Hurra“ singt die nun warmgelaufene Crowd auch nahezu vollständig mit und es kommt allmählich Stimmung auf.

    „Bring the shit on!“

    Nach einem ausgiebigen Soundcheck, der einige der Anwesenden hörbar ungeduldig macht, steigen nun Oceans Ate Alaska mit einem knappen „How are you?“ und ohne weitere Umschweife mit dem Song „Benzaiten“ ein. Die Anwesenden lassen sich vom schnellen Tempo anstecken und kommen richtig in Fahrt. Mit der Ansage „I wanna see this floor spin fucking round and round, let’s party!“ sorgt Sänger James Kennedy für den ersten Circle Pit des Abends und das Lux beginnt zu kochen.

    Bei ihrem letzten Song „Escapist“ fällt dann plötzlich das Mikro aus, doch Kennedy weiß sich zu helfen und benutzt kurzerhand die Mikrofon der Gitarristen. Viele sind von diesem Auftritt sichtlich begeistert und einige fangen sogar draußen Mitglieder der Band ab, um den Abend mit Selfies unvergesslich zu machen. In der Umbauphase füllen die nun 150 Anwesenden das Lux nahezu vollständig und warten gespannt und fertig positioniert auf den Headliner des Abends.

    Befehl zur totalen Eskalation

    Attila starten ohne Umschweife mit den harten Beats von „Moshpit“ und beweisen, dass es heute musikalisch richtig auf die Fresse gibt. Das Feuer auf der Bühne bringt auch die Fans zum Brennen und es wird ordentlich getanzt und gemosht. Um das Geschehen noch weiter einzuheizen, geben Attila mit der Ansage „There are no fucking rules at an Attila concert!“ und ihrem darauffolgenden Song „Party With The Devil“ den Befehl zur totalen Eskalation. Darum lassen sich die Fans natürlich nicht zweimal bitten. So mancher stürmt sogar die Bühne, um von dort in die Crowd zu springen. Neben Mosh- und Circlepits schaffen Attila es sogar im gemütlichen Lux eine Wall of Death zu formieren.

    Vom Feuer der Hannoveraner ist auch Frontmann Chris „Fronz“ Fronzak begeistert, was er mit Aussagen wie „You guys are the shit!“ und „I see so many beautiful people here“ deutlich macht. In milchig-weißer Regenjacke und kugelsicherer Schutzweste wendet er sich nach dem vermeintlich letzten Song erneut begeistert an das Publikum: „We played ten times in Germany, but we keep coming back, because you are the craziest motherfuckers!“. Doch bei einer Zugabe soll es nicht bleiben. Mit den Worten „We play one more, because you are so fucking cool! One last fucking moshpit!“ verabschieden sich Attila mit „Proving Grounds“ vom Abend und hinterlassen eine euphorisch-erschöpfte Zuhörerschaft.

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    Arktis

    Oceans Ate Alaska