Behind The Artwork: Rising Insane – Afterglow

Rising Insane - Afterglow Albumcover

Mit „Afterglow“ hat die Metalcore-Band Rising Insane vergangenen Freitag ihr neues Album veröffentlicht. In einem Behind The Artwork verraten uns Frontmann Aaron Steineker und Künstlerin Sandra Krafft mehr über das Artwork der Platte.

„Die schwarzen Geister auf dem Artwork stehen für das Trauma, die Trigger, alle schlechten Erinnerungen die uns Nachts wachhalten und Tagsüber das Leben verdunkeln.“

Aaron: Die Idee für das Artwork ist entstanden, als ich mir zu einigen fertigen Instrumentalstücken des Albums meine Gedanken zu Lyrics und Gesangslinien gemacht habe. Hierbei entstehen meistens gute Ansätze für ein Artwork, weil sich aus den Texten oftmals tiefgehende Bilder kreieren lassen. Bei dem Song, der mit dem Titel „The Surface“ auf der Platte gelandet ist, kam dann die Idee für das Artwork. Das Gitarrenriff am Anfang klingt für mich wie ein Klopfen, als würde man unter Wasser gegen eine Eisschicht schlagen. Das ist für mich zum Sinnbild meiner Gefühle geworden – ich bin im Wasser gefangen und will eigentlich durchbrechen.

Die schwarzen Geister auf dem Artwork stehen für das Trauma, die Trigger, alle schlechten Erinnerungen die uns Nachts wachhalten und Tagsüber das Leben verdunkeln. Sie ziehen uns unwillkürlich nach unten und halten uns von der Oberfläche fern, die wir durchbrechen müssen, um unsere Vergangenheit ruhen zu lassen.

„Sie wusste sofort, welches Gefühl ich beschreibe“

Rising Insane - Afterglow ArtworkRising Insane - Afterglow Artwork

 

 

 

 

 

 

Aaron: Für das Artwork zu „Afterglow“ haben wir unser Vertrauen, wie auch bei Porcelain, voll und ganz auf Sandra Krafft gelegt. Ich habe ihr meine Idee beschrieben und da wir in der Vergangenheit mit ähnlichen Dingen zu kämpfen hatten, wusste sie sofort, welches Gefühl ich beschreibe.

Sandra: Das Artwork ist in mehreren unterschiedlichen Acrylgemälden auf Strukturpapier entstanden, diese Ebenen habe ich später digital zu einer Unterwasserwelt kombiniert und so mehr Tiefe und Haptik hineingebracht.

Die hellen Effekte im Bild sind teils digital entstanden und teilweise mit heller Farbe auf dunklem Papier gemalt, sodass ich sie dann negativ mit einfügen konnte. Für uns war im Kreativprozess vor allem wichtig, gemeinsam eine gute Balance aus aktivem Kämpfen und der lähmenden Umgebung, bzw. dem zurückgehalten werden zu finden. Den Willen, sich selbst zu befreien darzustellen und trotzdem die Machtlosigkeit mit einzufangen.

Hoffnungsschimmer in einer gruseligen (Unterwasser)welt

In dem Zwischenschritt (Bild 1) sieht man die Frau noch waagerecht im Wasser. Wir haben uns dagegen entschieden, weil sie von der Körperhaltung zu tot war. Außerdem hatten wir erst über Tentakel/Schlingpflanzen (Bild 1) nachgedacht, wollten dann aber in eine noch düstere Richtung gehen und haben uns für abstraktere, düstere Wesen entschieden.

Bild 2 ist ein erster Farb-/Stimmungstest, um zu schauen, ob die gruselige Unterwasserwelt mit den glitzernden Lichtstrahlen (Hoffnungsschimmern) zur Wasseroberfläche hin vereinbar ist.

Das Artwork ist nicht durch andere Alben inspiriert, da die Grundidee an sich schon sehr konkret gewesen ist.

Stream: Rising Insane – Afterglow

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