Giver – Sculpture Of Violence

Die in Deutschland zerstreute Melodic-Hardcore-Band Giver existiert nun schon seit sieben Jahren. Jetzt kündigt sie mit “Sculpture Of Violence” ihr zweites Album an. Auch dies wird – wie bereits das vorherige Release – auf Holy Roar Records erscheinen. Im Vergleich zum Vorgänger “Where The Cycle Breaks“ ist der Metallanteil deutlich erhöht worden, was dieser anspruchsvollen Produktion zugute kommt. Das Ergebnis ist ein frischer Sound, der an den US-Hardcore Sound der mittleren 00er-Jahre erinnert und deswegen nicht unbegründet vielerorts mit Bands wie Modern Life Is War, Have Heart oder Blacklisted verglichen wird.

„Ein gelungenes Gesamtwerk!“

Mit einer Gesamtspiellänge von 36 Minuten machen die Jungs auf zehn Songs ordentlich Rabatz. Gleich im ersten Song “Night Season”, der noch etwas atmosphärisch anfängt, dann aber in die Vollen geht, wird klar, wohin die Reise geht. Viel Wut in der Stimme, Mid-Tempo, eindringlicher Gitarrensound, wuchtiges Schlagzeug und treibende Double Bass ziehen sich ab hier, wie ein roter Faden, durch das ganze Album.

Klare Statements

Der nächste Song ist der Titeltrack “Sculpture Of Violence”, in dem es musikalisch gleich von Anfang an flotter zur Sache geht. Mit schöner Melodie, energischem Geschrei und treibenden Schlagzeug wird auf das Thema Gleichberechtigung aufmerksam gemacht. Untermauert wird das ganze mit einigen Gangshouts.

Die Band selbst äußert sich wie folgt: „Der Song ist sowohl Title-Track als auch textlich das Kernstück der Platte. Er behandelt die (Selbst-)Erkenntnis, dass große Teile der eigenen Identität und Person konstruiert und auf dem Boden vorgefertigter Kategorien geschaffen sind. Ob Geschlecht, Nationalität, Hautfarbe oder Religionszugehörigkeit: um wirklich frei leben zu können muss man diese Grenzen überwinden. Doch man ist nie nur Opfer von sondern als Teil von Gesellschaft immer auch mitverantwortlich für das Fortbestehen dieser Barrieren. Eine befreite Gesellschaft ist nur möglich, wenn wir einander gleichberechtigt das sein lassen, was wir sind.“

Weitere Anspieltipps sind “Every Age Has Its Dragons (Like An Empire)” und “Built In The Difference”. Diese Songs sind ebenfalls sehr energiegeladen, direkt; zornerfüllte Shouts treffen auf melodische Gitarren und ballerndes Schlagzeug.

Eine deutliche Weiterentwicklung

„Sculpture of Violence“ ist ein unglaublich eindrucksvolles Zweitwerk, bei dem auch die Inhalte im Vordergrund stehen. Lyrisch ist das sehr düster und traurig, aber immer mit einem Funken Hoffnung und jugendlicher Lebendigkeit. Bei diesem Album wurden keine Kosten und Mühen gescheut – und das hört man auch. Der Sound ist eindeutig Champions League.

Auch live werden diese mit Sicherheit richtig gut funktionieren. Wer Lust hat, besucht die Band auf einer ihrer Release-Shows. Zudem hat die Band auch angekündigt, an einigen Dates Employed To Serve zu supporten. Auch dies sollte man sich ebenfalls nicht entgehen lassen.

Video: Giver – Sculpture Of Violence

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Hier erhältlich

Giver Sculpture of ViolenceGiver – Sculpture of Violence
Release: 24. Februar 2020
Label: Holy Roar

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