Start News Keine perfekten Enden, dafür perfekter Pop-Punk: Zebrahead legen nach

Keine perfekten Enden, dafür perfekter Pop-Punk: Zebrahead legen nach

Foto: Cesar Cifuentes

Zebrahead drehen weiter am Pop-Punk-Glücksrad und liefern mit „Happy Endings At The Movies“ die nächste Abrissbirne für unsere Sommer-Playlist. Der neue Song samt Video ist ab sofort draußen und macht ziemlich schnell klar: Happy Ends gibt’s vielleicht im Kino, aber sicher nicht im echten Leben. Genau daraus zieht die Band ihren Treibstoff. Der Track ist bereits die fünfte Vorab-Single aus der kommenden „O“, die am 12. August erscheint. Nach „A Perfect Life Is Such A Bore“, „I Know What You Did Last Summer“, „Burn Burn Burn“ und „Smoke Signals From My Couch“ legen die Kalifornier damit noch einmal nach und zwar mit einer ordentlichen Portion Melancholie, verpackt in einem Song, der sich trotzdem wie ein Energy-Drink auf zwei Beinen anfühlt.

Video: Zebrahead – Happy Endings at the Movies

Sänger Ali Tabatabaee beschreibt den Song als Auseinandersetzung mit verpassten Chancen, falschen Entscheidungen und dem Chaos, das man sich manchmal selbst baut. Schlagzeuger Ed Udhus hofft, dass die Leute das Ding laut aufdrehen und merken, dass niemand allein versucht, sein Leben irgendwie zusammenzupuzzeln. Klingt schwer? Vielleicht. Klingt nach zebrahead? Absolut. Besonders schön: Gitarrist Dan Palmer verspricht „Pop Punk mit zebrahead-Twist“. Übersetzt heißt das: Ohrwurmhooks, Rap-Vocals, Gitarren, die direkt ins Gesicht springen, und Refrains, die wahrscheinlich noch Tage später im Kopf kleben wie verschüttete Club-Mate auf einem Festivalboden.

Mit „O“ schließen Zebrahead außerdem ihre konzeptionelle EP-Reihe III, II, I, O ab. Während andere Bands nach 30 Jahren gemütlich in den Nostalgie-Modus schalten, wirken diese fünf Herren eher so, als hätten sie heimlich einen Endlos-Akku gefunden. Über zwei Millionen verkaufte Alben, eine Grammy-Nominierung über die Zusammenarbeit mit Motörhead und Festivalbühnen von Rock am Ring bis Reading and Leeds Festivals
sprechen ohnehin für sich.

Und weil gute Nachrichten selten allein kommen: Ende 2026 geht’s auf große „30 Years of Wrecking Europe“-Tour. Mit dabei sind unter anderem Shows in Hannover, Berlin, Hamburg und Köln. Wer Zebrahead schon einmal live erlebt hat, weiß: Das wird weniger Konzert als kontrollierte Eskalation.