Rowan Oak – Hope and Ruin

Während Rowan Oak musikalisch kein Geheimnis um ihre musikalischen Wurzeln machen, kann man sich gut vorstellen, dass die großen Vorbilder Jimmy Eat World oder Texas Is The Reason selbst und vor allem selbstverständlich die neue EP „Hope And Ruin“ der Münsteraner hoch und runter hören werden.

„Rowan Oak treffen – mal laut und dann wieder sanft – genau die Stellen zwischen Kopf und Magengrube, die getroffen werden wollen.“

Vielleicht optisch die schönste Platte, die wir 2019 sehen werden

Man könnte es für einen klugen Schachzug halten, auf den Emo-Zug zu springen, während der eh 2019 schon längst wieder ins Rollen gekommen ist oder einfach neidlos anerkennen, dass der Vierer ziemlich ausgefeilt, weit vorn in seiner Gewichtsklasse dabei ist. Und ich wette, dass das erste richtige (!) Debütalbum Potenzial haben wird, sich ins Vorprogramm der einen oder anderen Jimmy Eat World Show zu spielen – sollte den Weg nicht bereits „Hope and Ruin“ ebnen. Just my two cents.

Während allein das Songwriting melodisch sehr besonders ist und sich nicht an selbstverständlichen Plattitüden, wie Holzfällerhemden und fettigen, schwarzen Langpony-Frisen vergeht, ist auch die ausschließliche Veröffentlichung auf Vinyl besonders (auch beim Streamingdienst Eures Vertrauens zu finden) und ganz unter uns, ist das rein optisch vielleicht die schönste Platte, die wir dieses Jahr zu sehen bekommen. Es ist fast ein bisschen außergewöhnlich, wie viel Befinden und Hormonhaushalt das „Hope and Ruin“-Artwork in Wallung versetzt, während man die Platte enthüllt. Chapeau!

Mit all ihrer Liebe zu „Hope and Ruin“

Natürlich werden streight Gefühle beackert: Dabei klingt der Vierer aber keineswegs eintönig, wehleidig oder gar langweilig. Ganz im Gegenteil. Jeder Song hat etwas ganz Besonderes, ganz Individuelles. Vielleicht schon allein, weil die Bilder, die hinter unsere Augen imaginiert werden so vollendet sind, dass man, lässt man sich ganz darauf ein, schnell ein Teil dessen wird.

Während „Yearn To Be Free“ das Fundament bedeutsamer Freundschaften festigt, entpuppt sich das hoffnungsstiftende „Dead In The Water“ als grandioser Hit und verspricht Großes. So emotional, wie dieser „Emo“ nur sein kann, zeigen Rowan Oak all ihrer Liebe zu „Hope and Ruin“ und treffen – mal laut und dann wieder ganz sanft – genau die Stellen zwischen Kopf und Magengrube, die getroffen werden wollen. Demzufolge kann man die Bewertung hier irgendwie rein subjektiv ignorieren. Also Butter bei die Fische, denn ich möchte mir ein wenig Spielraum für ein full-length Album einräumem und bemäkeln, dass nun auch die zweite Veröffentlichung „nur“ mit fünf neuen Songs daher kam.

Stream: Rowan Oak – Dead In The Water

Hier erhältlich
Rowan Oak Hope And RuinRowan Oak – Build and Ruin
Release: 22. Februar 2019
Label: Fond Of Life Records
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