Terror – Pain Into Power

Im Gegensatz zu den Live-Auftritten von Terror – bei denen Scott Vogel gerne mal ausschweifende Reden zum aktuellen Zustand der Szene hält oder warum es jetzt angebracht wäre mehr zu Stage Diven – kommen die Alben der Band immer direkt auf den Punkt. „Pain Into Power“ ist das achte Album rund um die Boys aus Los Angeles und kann straight an die letzte Platte „Total Retaliation“ anknüpfen.

Terror besinnen sich auf den Charme vergangener Tage zurück und releasen erneut ein Album das groovig, angepisst und wütend ist, aber immer eine Message parat hat.Chris

Der Albumtitel ist Programm

Mit steigendem Alter der Band macht es den Anschein, als ob ihr Sound wieder roher und ungeschliffener wird. Terror besinnen sich auf den Charme vergangener Tage zurück und releasen erneut ein Album das groovig, angepisst und wütend ist, aber immer eine Message parat hat.

Platten wie „Keepers Of The Faith“ oder „The 25th Hour“ klangen deutlich runder, eingängiger und waren vielleicht etwas massentauglicher, aber sie kamen nie ohne Identifikationspotenzial daher. Besonders die existenziellen Krisen sind auf der kommenden Platte ein großes Thema. Entsprechend ist der Albumtitel „Pain Into Power“ schon Aussage genug.

Es geht um getroffene Entscheidungen („Unshamed“), Tiefschläge („Boundless Contempt) oder um harte Wahrheiten („The Hardest Truth“). Musikalisch gibt es genau das, was draußen draufsteht: groovigen LA Hardcore, welcher immer wieder das Tempo anzieht, um dann ganz im Terror Stil zu harten Tanzeinlagen einzuladen. Insgesamt gibt es auf „Pain Into Power“ 10 Songs in knappen 18 Minuten.

Die dunkelste Scheibe von Terror

Scott Vogel sagte zu „Pain Into Power“, dass es die dunkelste Scheibe von Terror sein wird. Textlich und musikalisch kann das gerne auch so unterschrieben werden. Wie düster die Scheibe ist, zeigt vermutlich auch der für eine Hardcore Band etwas ungewöhnliche Gastartist auf dem Track „Can‘t Help But Hate“. Dort ist nämlich niemand geringeres als Georg „Corpsegrinder“ Fisher, seines Zeichen Sänger der Death-Metal Band Cannibal Corpse“, zu hören. Die Kombination aus Scott Vogel und Fisher funktioniert aber hervorragend. Daher ist es kein Wunder, dass „Can’t Help But Hate“ auch die erste Singleauskopplung der kommenden Platte war.

Abschließend bleibt also nur zu sagen, dass Terror auch im achten Anlauf ein rundum gelungenes Hardcore Release abliefern und auch nach 20 Jahren einfach nicht langweilig werden.

Video: Terror – Pain Into Power

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