Venues – Aspire

Mit einer EP und einer Single hat sich die Posthardcore-Combo Venues (ehemals Breakdown A Venue) in gerade mal drei Jahren Bandgeschichte bereits eine massive Followerschaft aufgebaut. Dazu trugen auch ihre Support-Shows für Top-Bands wie Caliban, Deez Nuts, Attila, Eskimo Callboy und Itchy bei. Nun legen die Stuttgarter ihr Debüt-Album „Aspire“ vor.

Hits, härtere Zwischenakzente, ein Ohrwurm-Chorus jagt den nächsten und das Schönste daran: Venues legen gerade erst richtig los!

Melodisch-poppiger Post-Hardcore mit Hitqualitäten

Der Opener „We Are One“ gibt direkt die Marschrichtung des Albums vor: Es herrscht melodisch-poppiger Post-Hardcore mit dem Fokus auf Frontfrau Nyves. Shouter Robin agiert überwiegend in den Strophen oder im Hintergrund, um Akzente zu setzen. Mit dem darauffolgenden „Lights“ folgt allerdings die erste positive Überraschung: Der Pop-Faktor wird mit einem „Oh oh oh“-Chorus, Rap-Parts von Robin und einer ordentlichen Paramore-Kante nochmal ordentlich erhöht. Jedoch entwickelt sich der Song zu einem lupenreinen Ohrwurm, bei dem man gar nicht anders kann, als fröhlich mitzunicken. „I will never never leave you and I will forever ever dream with you“.

Die aktuelle Single „Fading Away“ wartet mit einem Feature des Annisokay-Sängers Christopher Wieczorek auf und beweist wieder einmal die Hitqualitäten der Stuttgarter. „Dilemma“ beginnt druckvoll und lässt erahnen, warum die Band zu Beginn ihrer Karriere ein „Breakdown“ in ihrem Namen trug. Nach einem kurzen, atmosphärischen Intro schlägt „My True North“ in dieselbe Kerbe. Ein groovig-flotter Rhythmus der zu Beginn zu einem Circle-Pit einlädt, Gang-Shouts, ein hymnischer Chorus und ein schönes Gitarrensolo am Ende machen den Song zu einem absoluten Highlight!

Besser kann ein Debüt-Album nicht klingen

„Star Children“ vereint wieder alle Stärken der Band und kann ebenfalls mit einem Gitarrensolo aufwarten, welches vor dem geistigen Auge direkt den 80er-Jahre-Rock vorbeifliegen lässt. „Silence“ und das abschließende „Ignite“ beenden mit Bravour ein beeindruckendes Debüt-Album. Wobei vor allem letzterer nochmal mit einem hervorragenden Chorus aufwartet.

Besser kann ein Debüt-Album nicht klingen. Mit „Aspire“ liefert das Sextett ein Ausrufezeichen in Form von zwölf Songs ab und zeigt sein Potenzial auf, auch bei den ganz Großen mitzuspielen. Hits, härtere Zwischenakzente, ein Ohrwurm-Chorus jagt den nächsten und das Schönste daran: Venues legen gerade erst richtig los!

Video: Venues – Fading Away

Hier erhältlich

Venues - Aspire AlbumcoverVenues – Aspire
Release: 27. Juli 2018
Label: Arising Empire

Wenn Marcel nicht gerade als Frontmann seiner eigenen Band den Metal durch das Land trägt, widmet sich der dreifache Katzen-Vater anderen Leidenschaften wie Gaming, Netflix und Memes zu sammeln. Musikalisch legt er sich absolut nicht auf Genre fest und so befinden sich unter seinen Lieblingskünstlern so unterschiedliche Acts wie Faith No More, David Bowie, Deftones, Metallica, Behemoth, Bad Religion, The Dillinger Escape Plan, Nine Inch Nails, Blink182 und Kanye West. Außerdem trinkt er viel zu viel Kaffee.

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