Walking Dead On Broadway – Dead Era

Walking Dead On Broadway funktionieren scheinbar wie in gut geöltes Schweizer Uhrwerk. Seit 2014 released die Band alle zwei Jahre eine neue Langrille. Mit „Dead Era“ steht nun Studioalbum Nummer drei in den Startlöchern. Stilmäßig bleibt sich der Fünfer aus Leipzig treu und scheppert dem Hörer gut gespielten Deathcore um die Ohren.

Viele Details sorgen für Abwechslung

Die Soundqualität der Platte ist den Erwartungen an gut gemachten und modernen Deathcore mehr als nur gewachsen. Durch den Einsatz von Synthesizerelemente erzeugen alle 13 Songs eine bedrohliche und düstere Atmosphäre, welche immer wieder durch Klavierspielmomente aufgelockert werden. Die genretypischen, heftigen Moshparts tun ihr übriges und sorgen für den finalen Wutausbruch. Untermauert wird das komplette Drohszenario durch die abwechselnden tiefen und hohen Vocals von Sänger Nils.

Mit einer durchschnittlichen Songlänge von guten vier Minuten passieren so viele Dinge in den Songs, dass es schwierig ist, einzelne Songs herauszuheben. Anspieltipps wären aber „Gospel Of The Kingdom“, „Red Alert“ oder „Song Of Courage“. „Dead Era“ läuft aber auch problemlos einfach durch. Aufgrund vieler kleinerer Spielerrein lohnt es aber, sich etwas Zeit zu nehmen und die Songs ganz in Ruhe zu hören. Bei jedem Durchlauf zeigen sich neue Momente in den Tracks, die zum Teil immer wieder zu überraschen wissen.

Nicht nur etwas für Musiknerds

Walking Dead On Broadway liefern mit „Dead Era“ hochkarätigen Deathcore der modernen Sorte ab. Die Platte überzeugt auf ganzer Linie und ist etwas für Musikliebhaber, die sich in den vielen Einzelheiten verlieren, aber auch für Menschen, die einfach nur Bock die geballte Ladung Moshparts haben. Verdient die volle Punktzahl!

Video: Walking Dead On Broadway – Song Of Courage

Hier erhältlich

Walking Dead On Broadway Dead Era AlbumcoverWalking Dead On Broadway – Dead Era
Release: 28. September 2018
Label: Long Branch Records

Chris ist seit nun mehr als 15 Jahren im Metal- und Hardcorebereich unterwegs. Früher selbst in einigen Bands aktiv und nun schon einige Zeit mit Reviews schreiben beschäftigt. Bevorzugt die Musik der 80er und 90er im Metal- und HC-Genre. Aber auch andere Musikrichtungen können ihn mittlerweile begeistern. Neben der Musik hat er eine Vorliebe für Tattoos und den Hannoverschen Sportverein von 1896 e.V.

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