At The Gates – To Drink From The Night Itself

Vier Jahre nach dem Comeback Album „At War With Reality“ steht nun das nächste Album der schwedischen Death-Metal Ikonen At The Gates in den Startlöchern. Sie gelten als Mitbegründer des melodischen Death-Metal und sorgen so dafür, dass sie ein eigenes Genre prägten. Niemand kommt an der Band vorbei, wenn es um melodischen und technisch anspruchsvollen Metal geht. „To Drink From The Night Itself“ ist ein weiteres Meisterwerk und zeigt deutlich, dass Schweden in diesem Genre nach wie vor die Zügel in der Hand hält.

„We are not a political band, but it’s a very left-wing book“

Zwölf Songs mit einer Gesamtlänge von guten 45 Minuten sorgen für beste Unterhaltung. Die Produktion des Albums klingt nicht so überproduziert und somit nicht so glatt gezogen wie andere Platten großer Bands der letzten Jahre. Konzeptionell orientieren sich At The Gates an der Novelle des deutschen Autors Peter Weiss: „The Aesthetics Of Resistance “. Frontmann Tomas Lindberg sagt dazu:

“We’re not a political band, but it’s a very left-wing book. Basically, this book is a real brick. Well over 1,000 pages. No chapters, just words and more words. He goes through the whole history of the Resistance in Europe during the ‘30s and ‘40s on different levels.“

Jeder der zwölf Songs hat seine ganz eigene Atmosphäre und mit jedem weiteren Durchlauf können immer neue Facetten entdeckt werden. „To Drink From The Night Itself“ ist kein Album, welches man einfach so nebenbei im Hintergrund laufen lassen kann. Es muss sich Zeit genommen werden, um dieses Stück Musik genießen und verstehen zu können. Die Stimmungen der einzelnen Songs verändern sich stetig. So kommt das letzte Viertel im Song „Palace Of Lepers“ als typische Schweden-Metal Hymne daher, während Songs wie „In Nameless Sleep“ oder „In Death They Will Burn“ mit klassischen Riffs und Drums die nötige Härte einfließen lassen.

At The Gates zeigen keine Schwächen

Die Band liefert erneut ein rundum gelungenes Album, welches keine Schwächen zeigt. Der Sound, der Abwechslungsreichtum und die hohe technische Umsetzung sprechen für sich und da braucht es auch nicht mehr viele Worte, außer: Kauft Euch die Platte!

Video: At The Gates – To Drink From The Night Itself

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