Awake The Mutes – Eyes

Awake The Mutes aus Mainz garnieren ihren Metalcore mit einer mehr als großen Schippe New-Metal. Und sie schaffen damit auf ihrem neuen Album „Eyes“ genau das, was man sich erhofft: eine gesunde Mischung aus Nostalgie und einem eigenen, neuen Sound.

„Die Mischung aus New-Metal-Anleihen und modernem Metalcore ergibt ein wirklich rundes Gesamtbild und einen eigenen Sound, der Lust auf kommende Alben macht.“

Musikalische Bandbreite

Awake The Mutes verarbeiten auf „Eyes“ eine unglaubliche Bandbreite an Ideen und Einflüssen. Von tiefen Growls zu klarem Gesang, von Blastbeats zu stampfenden Breakdowns ist hier alles dabei. Die zehn Songs wirken trotz diesem musikalischen Ideenreichtum nie überladen und in der Summe überraschend homogen.

Hat die Band bislang über die Kurzstrecke auf mehreren EPs schon einige Hörer überzeugt, so steht es jetzt endgültig fest: Awake The Mutes wissen auch über die Länge eines Albums zu überzeugen. Das ist vor allem dem stilsicheren Songwriting der Jungs zu verdanken. Hier sitzt einfach alles da, wo es hingehört. Für ein Debütalbum ist das wirklich eine beachtliche Leistung.

New Metal, aber zeitgemäß

Auch wenn viele Einflüsse der Band aus den 2000- und 2010er Jahren kommen mag, so ist der Sound mehr als zeitgemäß. Eine fette Produktion sorgt dafür, dass die Songs ordentlich durch die Boxen drücken. Der dreckige und kratzige Sound mancher New-Metal-Scheiben ist hier zur Freude des Hörers dem leicht überproduzierten Metalcore Sound gewichen. Damit hieven Awake The Mutes die teils nostalgischen Riffs und Songs in die Jetzt-Zeit.

Der Knackpunkt vieler Genrebands – der Cleangesang – sitzt bei Awake The Mutes perfekt. Wo andere Bands plump mit laut und leise spielen, setzen die Mainzer das Organ ihres Sänger immer dann ein, wenn es den Song auch wirklich bereichert. Dabei haben die Jungs die cleanen Passagen nicht nur für poppige Refrains, sondern vor allem für stimmige Parts, wie den Anfang von „Hologram Rose“ aufgespart. Auf „Silicone“ werden dann zum Beispiel ein Linkin Park-Rappart mit Deftones-Gesangslinien gepaart. So ergibt sich gesanglich eine wirklich beachtliche  Bandbreite.

Kurz und knackig

Trotz vieler Ideen halten Awake The Mutes die Songs, wie auch die Songtitel, kurz und knackig. Mit einer Spielzeit von 32 Minuten sind die zehn Songs überschaubar lang und dementsprechend nie überladen. Das kommt „Eyes“ ebenfalls zugute. Noch bevor die Stimmung abfallen und sich das Konzept abnutzen kann, lassen Awake The Mutes das Album mit „Mercury“ enden.

Wiederhörwert schafft der angesprochene Ideenreichtum. Langeweile kommt auf „Eyes“ definitiv nicht auf. Auch nach mehrmaligem Hören. Das Coverartwork ist dann das I-Tüpfelchen eines gelungenen Albums. „Eyes“ stellt man sich dementsprechend gerne auch ins eigene CD-Regal. Am besten irgendwo als Bindeglied zwischen den New-Metal-Klassikern und den modernen Metalcore-Perlen.

Beachtliches Debüt

Auch, wenn Awake The Mutes nun schon einige EPs vorzuweisen haben, so ist man doch beeindruckt, was die Mainzer da für ein Debütalbum abliefern. Die Band ist professionell, songwriterisch talentiert und weiß über die Langstrecke hin zu begeistern. Die Mischung aus New-Metal-Anleihen und modernem Metalcore ergibt ein wirklich rundes Gesamtbild und einen eigenen Sound, der Lust auf kommende Alben macht. Awake The Mutes haben das Potential für eine große Zukunft.

Video: Awake The Mutes – Salt (feat. Steffen Bettenheimer)

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Awake The Mutes Eyes AlbumcoverAwake The Mutes – Eyes
Release: 03. Juli 2020
Label: Bastardized Recordings
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