Being As An Ocean – s/t

Thank God for Being As An Ocean! Zugegeben, viele Musikfans schreckt es eher ab, dass die US Melodic Hardcoreband des Öfteren als christliche Band abgestempelt wird, aber hier kann Entwarnung gegeben werden: Shouter Joel Quartuccio ist zwar gläubiger Christ, sieht aber seine Band nicht als christlich an.

Und auch dem Thema Homosexualität – wohl einer der größten Streitpunkte zwischen Christen und „Ungläubigen“ – begegnet er mit gesundem Menschenverstand und sieht diese nicht als Sünde, sondern als angeboren an, wie er dem FUZE Magazine in einem Interview verriet.

Mit diesem Hintergrundwissen kann man sich also getrost der neuen, selbstbetitelten Platte annehmen und ganz ehrlich: Diese sollte man sich auch auf gar keinen Fall entgehen lassen. Being As An Ocean ist eindeutig keine Band, die man einfach nebenbei laufen lassen kann. Dafür sind die Songs zu emotional, zu tiefgründig, zu mitreißend. Das würde der neuen Platte (und auch den anderen Veröffentlichungen) nicht gerecht werden.

Während sich bei den Shouts von Joel Quartuccio die kleinen Härchen auf dem Arm aufstellen, geht die Engelsgleiche Stimme von Michael McGough bis an die Substanz. Die Spoken-Word-Passagen setzen den Songs das i-Tüpfelchen auf.

Absolute Highlights sind Songs wie beispielsweise „Judas, Our Brother“ oder „St. Peter“. Melodische Parts werden durch harte Bassriffs abgerundet, ohne, dass die Songs zu überladen wirken und stoßen einen geradewegs hinab in eine rasante Berg und Talfahrt der Gefühle.

Ein durchweg wundervolles Album, das man nicht oft genug hören kann. Großartig!

Von Hanna

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