Chaos Delivery Machine – Burn Motherfucker Burn

Wenn im Vorhinein schon angepriesen wird, dass sich eine Band aus Mitgliedern von Pennywise und 98 Mute zusammensetzt, kommt man nicht umhin, hellhörig zu werden. So auch im Falle von Chaos Delivery Machine, die sich nach ihrem Debütalbum „Manifesto“ von 2005 nun mit ihrem zweiten Werk „Burn Motherfucker, Burn“ zurückmelden.

Liest man das Line-Up, stockt man recht schnell, wenn man den Namen Justin Thirsk liest, denn hier handelt es sich um keinen geringeren als den kleinen Bruder von Pennywise-Gründungsmitglied Jason Thirsk, der sich im Juli 1996 das Leben nahm und dem der legendäre Pennywise-Hit „Bro Hymn“ gewidmet ist.

Auch Fletcher Dragge verbindet man natürlich sofort mit Pennywise, Gitarrist Jason Page ist seines Zeichens Mitbegründer der Punkband 98 Mute, die sich 2002 auflöste. Vor allem vermutlich für Fletcher ein tolles Projekt, denn schließlich kamen sich Pennywise damals kurz vor Jim Lindberg´s Ausstieg regelmäßig in die Haare, weil Fletcher am liebsten rund um die Uhr touren wollte, während sich Jim nach Frau und Kindern sehnte.

Sei es drum, Chaos Delivery Machine widmen sich musikalisch jedenfalls ebenso dem kalifornischen Oldschool Punk, nur eine ganze Spur rotziger und dreckiger, sodass man das Gefühl hat, die Songs wurden in den frühen 90ern von halbstarken 16-Jährigen in einem dunklen Keller irgendwo inmitten von Hermosa Beach aufgenommen.

Mit 43 Minuten Spielzeit und rund 20 Song hat „Burn Motherfucker, Burn“ einiges zu bieten, auch wenn die Songs natürlich dementsprechend kurzweilig sind. Auf ihrem neuen Album zeigen Chaos Delivery Machine auf jeden Fall, wo ihre Wurzeln liegen und schwelgen währenddessen sicherlich selbst gerne in Erinnerung an die vergangene Zeit, als Punk Rock noch richtig groß war.

Von Hanna

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