Blood Youth – Closure

 

Nachdem bereits im letzten Jahr die EP „Inside My Head“ veröffentlicht wurde, ziehen BLOOD YOUTH nun mit einer weiteren EP namens „Closure“ nach. Ein Befreiungsschlag, wie die Band selbst sagt, denn die gesamte EP sei für alle Bandmitlieder ein Genesungsprozess gewesen, um mit den persönlichen Ängsten und Sorgen klarzukommen. „There’s a lot more behind our songs than people might feel on first listen“, so Gitarrist Chris Pritchard.

BLOOD YOUTH führen einen auf ihrer neuen EP auf zweierlei Arten auf´s Glatteis: Zum einen lässt das Cover vermuten, dass einem quietschiger, elektrogeladener Metalcore entgegenspringt und zum anderen startet der Opener „Breathe“ so gediegen, ruhig und – pardon – etwas enttäuschend, dass man sich fragen muss, was in Gottes Namen die Herren aus UK geritten hat.

Zugegeben: Mit einem Hai, einem Gorilla, einem Krokodil und einem Mammut auf dem Cover kann eigentlich nichts schief laufen, außerdem lehnt sich das Cover stilistisch an das der ersten EP an. Aber das noch viel erfreulichere ist, dass schon der zweite Vertreter der insgesamt vier Songs einen erleichtert aufatmen lässt – keine weitere Electrocore-Band, die versucht, mit auf den Zug aufzuspringen. Denn wenn man die Band nicht kennt, kann einen diese Befürchtung schnell überkommen.

Durch die Cleanvocals driften BLOOD YOUTH allerdings wieder in Richtung des großen Teichs der Belanglosigkeit ab, weil schon Tausend Mal gehört. Außerdem stehen der Band die rauen Shouts so gut, dass man davon nicht genug bekommt. Zum Glück überzeugen die Briten um größten Teil mit ordentlichem Hardcore-Geballer, aggressiven Shouts und grooviger Melodik.

Sobald man allerdings erst mal richtig Blut geleckt hat, ist der ganze Spaß auch schon wieder vorbei. So ist das nun mal mit EPs und angesichts der Tatsache, dass sich BLOOD YOUTH vor nicht einmal einem Jahr erst zusammengetan und schon zwei EPs veröffentlicht haben, darf man noch einiges von der Band erwarten, denn als nächstes steht sicherlich ein Longplayer auf dem Plan. Die EP macht definitiv Lust auf mehr!

von Hanna

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