Dead Poet Society – -!-

Dead Poet Society veröffentlichen mit „The Exclamation Album“ ihr Debütalbum und das ist mehr, als nur schnöde außergewöhnlich. Nicht nur, dass die Band, die sich bereits 2013 auf dem College in Boston zusammenfand, mit einer siebensaitigen Gitarre um die Ecke kommt und jegliche Konventionen ignoriert, sie bricht auch immer genau in das Extrem aus, mit dem man in keiner Weise rechnet. So findet man sich schnell in einem wüsten Knust von Allem wieder und beginnt die letzte verbleibende Fähigkeit dieser Emotionen zu nutzen und das zu sortieren, was für diesen einen kurzen Moment durchgewirbelt wurde. Man fühlt!

„Der verstaubten Rockszene tut der Spiegel einer übertriebenen Arroganz allemal gut!“

So ein bisschen, wie das ganz normale Leben

Zu fühlen gibt es auf -!- eine ganze Menge, was vermutlich dazu führen wird, dass es eine liebende und eine eher irritierte Fraktion geben wird. Da hört man vielleicht ein bisschen Queens Of The Sone Age und ein bisschen Wolfmother und dann schlagen plötzlich ein paar Millenial-Emoherzen hören, bevor es im nächsten Moment ziemlich scheppert. Es ist so ein bisschen, wie das ganz normale Leben, mit all seinen Aufs und Abs. In Kategorien lassen sich Dead Poet Society genauso wenig sortieren, wie Muse das je wollten – eine Band, die vermutlich allein wegen der einprägsamen Kopfstimme des Frontmanns Jack Underkoflers für mannigfaltige Vergleich herhalten muss.

Das Fähnchen der Arroganz

Der Club der toten Dichter wäre ziemlich angetan, würde er die Tiefe dieser musikalischen Rebellion wahrnehmen, der das debütierende -!- unfassbar gut steht und auch hier eine trügerische Oberfläche wahrt, die sich erst in der Tiefe der Realisierung der eigenen Emotion lüftet. Schon allein die Namen der Songs sprechen dabei eine ganz eigene Sprache. Wer die im Album verwobene „Wir Scheißen auf Eure Meinung“-Attitüde richtig verstehen möchte, sollte also ganz genau hinsehen und nicht direkt mit dem Fähnchen der Arroganz und Selbstverliebtheit winken.

Die Musiker beschreiben das Arbeiten mit der siebensaitigen Gitarre selbst als das Gefühl, etwas kaputt zu machen, um es dann wieder zusammenzusetzen und zu Kunst zu machen. Und Kunst ist definitiv jeder Song. Wenn man einmal drinnen hängt scheint es, als würde einen dieser „wüste“ Umgang mit Musik nicht mehr loslasse. Ist dass dann wohl der avantgardistische Unterschied, den junge Berufmusiker auf die Beine stellen können oder einfach eine dieser Zusammensetzungen, die Gold wert ist? Der verstaubten Rockszene tut -!- als Spiegel einer übertriebenen Arroganz allemal gut!

Video: Dead Poet Society – .burymewhole.

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Dead Poet Society -!- Dead Poet Society – -!-
Release: 12. März 2021
Label: Spinefarm
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