In Flames – Foregone

In Flames haben in den letzten Jahren einiges an Stilmitteln ausprobiert und sich von ihrem ursprünglichen Sound immer weiter entfernt. Mit den Alben „Sounds Of A Playground Fading“, „Siren Charms“ und „Battles” verzeichnete die Band große kommerzielle Erfolge. „Sounds Of A Playground Fading“ konnte sich sogar in Deutschland mehrere Wochen auf Platz 1 der Albumcharts halten. Fans der ersten Stunde kritisierten zurecht, dass es sich bei den genannten Alben fast eher um Pop Alben handelt und die Band ihren berüchtigten Gothenburg Sound verloren hätten.

Mit „Foregone“ steht nun das mittlerweile 14. Studioalbum in den Startlöchern und mischt hervorragend eingängige Melodien, Metalriffs und den klassischen In Flames Sound zu einem Querschnitt der musikalischen Entwicklung der letzten Jahre.

[su_quote cite=“Chris“]„Foregone“ ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Band sich stetig immer weiterentwickelt und ohne Scheuklappen an das Schreiben neuer Songs geht.[/su_quote]

Ein Ausblick auf „Foregone“

Ein eher lästiger Trend während des Veröffentlichungsprozesses eines neuen Album ist, dass bereits im Vorfeld fast die Hälfte der Albumsongs als Singles auf den gängigen Streamingdiensten zur Verfügung steht. Dadurch vergeht die Vorfreude auf ein neues Release relativ schnell. In Flames releasen also im Vorfeld bereits 5 von 12 Songs. „Foregone Pt.1“, „Foregone Pt.2“, „The Great Deceiver“, „State of Slow Decay” und „Meet Your Maker”. Insbesondere „Meet Your Maker“ ist einer der stärksten Songs auf der neuen Platte. Der Track ist ein klassischer In Flames Song und bietet alles was das der geneigte Fan bereits seit Jahren an den Schweden feiert. Eingängiger Refrain, walzende Double Bass und ein typisches In Flames Riffing lassen Erinnerungen an die „Soundtrack To Your Escape“ Zeit wieder aufleben.

Die im Vorfeld veröffentlichten Songs bilden allerdings einen guten Überblick über das kommende Album und was von „Foregone“ erwartet werden darf. Ein weiterer Titel welcher nicht unerwähnt bleiben sollte ist „A Dialogue In b Flat Minor“, denn auch dieser Song passt musikalisch in die damalige Ära Mitte der Nullerjahre der Band. Die gesamte Platte ist dick produziert und bietet im Mix und Master keine Schwächen. Alles klingt rund und gewollt.

Stetige Weiterentwicklung

„Foregone“ ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Band sich stetig immer weiterentwickelt und ohne Scheuklappen an das Schreiben neuer Songs geht. Die Entwicklung von „Come Clarity“ zu „Sounds Of A Playground Fading“ war eine große Veränderung für die Band und deren Fans, welche dennoch eigentlich fast nie in Frage gestellt wurde. Auf dem kommenden Release besinnt sich die Band wieder etwas mehr auf die eigenen Wurzeln ohne dabei die letzten Jahre aus den Augen zu verlieren. Im Gegensatz zu den jüngeren Alben ist „Foregone“ deutlich mehr Schweden-Metal und weniger Pop, trotzdem sind die Songs eingängig und bleiben im Ohr. Das Album schafft es locker jetzt bereits in die Jahres Top 3.

Video: In Flames – Meet Your Maker