Negative Self – Control The Fear

Release-Wochen bei Beatdown Hardware Records: Mit den Schweden von Negative Self kommt ein Album, welches auf den ersten Blick nicht so recht in das Rooster des Labels passt. Das Label sagt dazu: „You all know BDHW Records was never about ‚only the heavy parts of Hardcore/Metal! So again… we put the money where the mouth is and present to you: Negativ Self“. Die Schweden um Dr. Living Dead Sänger Andreas Sandberg spielen erfrischenden 90er Jahre Suicidal Tendencies-Sommer-Sonne-Skateboard-Sound. Dabei wirkt das Album nicht aufgesetzt oder wie eine billige Kopie der „The Art of Rebellion“. Stetige Vergleiche bleiben allerdings nicht aus.

Melodischer und emotionaler Crossover für lange Sommernächte

Mit den Singles „Underneath The Wave“ und „Answers“ gab die Band bereits einige Wochen vor Release zwei Songs des Album bekannt. Die Songs und das Album strotzen nur vor Energie und eingängigen Melodien. Produziert hat das ganze übrigens niemand geringeres als Gustav Brunn der mächtigen Altas Losing Grip. Es ist das zweite Album von Negative Self. Das Debüt – das den selben Namen trägt wie die Band – konnte 2015 bereits alle Kritiker überzeugen.

Die Songs verleihen eine gewisse Leichtigkeit und bescheren den Hörern ein breites Grinsen im Gesicht. Wie bereits angedeutet werden häufig Vergleiche zum „The Art of Rebellion“ von Suicidal Tendencies gezogen. Das ist nicht ganz unbegründet, denn Andreas Sandberg klingt wie Cyco Miko zu besten Zeiten. Durch die Erfahrungen der Bandmitglieder in anderen Crossover und Trash Metal Bands sind alle Songs auf den Punkt gespielt und gut strukturiert. Kleinere Gitarrensolos hier und da sorgen für den richtigen Vibe. Müsste „Control The Fear“ in einem Satz beschrieben werden, passt„ melodischer und emotionaler Crossover für lange Sommernächte“ vermutlich am besten.

Negative Self sorgen trotz Minusgraden für aufkommende Sommerstimmung

Die Leichtigkeit, mit der die Band die zehn Songs darbietet, lässt die gute dreiviertel Stunde wie im Flug vergehen. Sie lässt den Hörer an die Tage erinnern, in denen die Sonne scheint und das Leben etwas lockerer verläuft. Die ständigen Vergleiche mit Suicidal Tendencies dürfen sich Negative Self gern gefallen lassen, denn etwas Negatives sind diese nicht. Negative Self trotzen den Minusgraden und bescheren uns erste Sommergefühle. Danke dafür!

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