To The Rats And Wolves, Desasterkids, Venues und 8kids in Hannover

    To The Rats And Wolves
    Foto: André Groß

    Eröffnet wir der Abend von 8Kids aus Darmstadt. Dem hiesigen, aufmerksamen Konzertbesucher wird das Trio eventuell bereits vor kurzem im Vorprogramm von Rantanplan im Béi Chéz Heinz gesehen haben. Ebenso wie an jenem Abend liefern 8Kids eine starke Show ab. Musikalisch ist die Band heute Abend eher ein Ausreißer. Sie passt dann doch eher in ein Umfeld von Bands wie Blackout Problems, Fjort oder ausländischen Vertretern wie Touché Amoré. Dennoch: Die 8Kids zeigen ein weiteres Mal, dass die stetig steigende Medienpräsenz definitiv gerechtfertigt ist. Das Mephisto ist bereits sehr gut gefüllt, beachtlich für einen Dienstagabend.

    „Hannover, zeigt uns, was ihr könnt!“

    Venues aus Stuttgart haben sich hingegen wie die anderen beiden Bands heute Abend voll und ganz dem Metalcore verschrieben. Während Frontfrau Nyves für die Cleanvocals sorgt, kümmert sich Robin um die Shouts. Dabei wird es mit sechs Bandmitgliedern ziemlich kuschelig auf der kleinen Bühne. Da wird kurzerhand einfach die nebengelegene Theke genutzt, um sich ein wenig Platz zu schaffen.

    Die Desasterkids können noch einen draufsetzen – sowohl musikalisch als auch hinsichtlich der Show. Es geht wie gewohnt düster zu. Die Besucher zeigen sich textsicher und starten Moshpits. „Hannover, zeigt uns, was ihr könnt!“, stacheln die Berliner ihr Publikum an und diese folgen. Aktuell touren die Desasterkids noch mit ihrem neuesten Album „030“. Allerdings arbeiten sie bereits an ihrem neuen Werk, aus dem sie mit „Dark Days“ einen ersten Song live präsentieren. Damit zeigen sie klar, wohin die Reise geht: Weiter weg vom Metalcore und eher in Richtung Metal, der für die großen Bühnen gemacht ist.

    Starke Unterstützung am Mikrofon

    Der heutige Headliner To The Rats And Wolves hat bereits im Vorfeld angekündigt, dass sie die Tour ohne Nico – einen ihrer Sänger – fahren werden, da dieser aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein kann. Nachdem es die ersten beiden Shows Unterstützung von Sushi von Eskimo Callboy gab, überzeugt heute Flash Forward Sänger Stefan am Mikrofon.

    Dafür, dass er „nur Ersatz“ ist, liefert dieser eine ordentliche Show ab und es wirkt, als hätte er nie mit einer anderen Band auf der Bühne gestanden. Auch stimmlich überzeugt er auf ganzer Linie und reiht sich mit seiner schwarzen Kriegsbemalung perfekt in die Riege von To The Rats And Wolves ein. Das Publikum ist am Hochpunkt, Sänger Dixi lässt sich von den Besuchern tragen, während Stefan des Öfteren die Gelegenheit nutzt, sich nach dem Gemütszustand seines Publikums zu erkundigen. Auch der ein oder andere Witz über – nicht ganz ungerechtfertigte – Vergleiche mit den Genrekollegen Eskimo Callboy lässt sich die Band nicht nehmen.

    Als Zugabe präsentieren To The Rats And Wolves ihr John Martin-Cover „Anywhere For You“. Anschließend gesellen sie sich zu den anderen drei Bands an den Merchstand, um sich mit ihren Fans auszutauschen und anzustoßen.