Rogers – Nichts zu verlieren

 

„Es sind Dinge, die den Mut in uns wecken, Grenzen zu durchstoßen, die andere für uns setzten und Fesseln zu lösen, die wir selbst zugezogen haben aus der Angst uns würde niemand folgen […] Aber eines ist sicher, es ist an der Zeit aufzubrechen, es ist an der Zeit sie zu fühlen. Wir alle können sie fühlen…Freiheit!“

Mit diesen Auszügen des Intros und Titelsongs „Nichts zu verlieren“ wird recht schnell klar, wie das neue Album von den Rogers zu seinem Namen kam. Denn sollte es nicht so sein, dass das wertvollste im Leben die Selbstbestimmtheit ist? Entscheidungen treffen zu dürfen und Wege einzuschlagen, wie sie einem zumindest anfänglich für gut erscheinen? Frei wählen zu dürfen, in allen Belangen – in Freiheit?

„Jetzt geht’s erst richtig los! Jeder von uns ist dazu bereit, alles zu geben. Deshalb haben wir auch absolut nichts zu verlieren. Das letzte Jahr war unglaublich turbulent und voller Höhen, aber auch Tiefen für uns. Vieles hat sich quasi über Nacht verändert. Aber auch in Zeiten rasanten Wandels ist es wichtig, sich nicht vom eigenen Weg abbringen zu lassen und das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren“, erklärt die Band.

Unverkennbar ist, dass die Rogers gewachsen sind. Auch wenn man zeitweilig immer wieder auf die Idee kommt Labelkollegen wie die Broilers oder ZSK heraus zu hören, schafft es der Vierer seinen eigenen roten Faden zu gestalten. Was vielleicht auch das Resultat einer guten Vorbereitung und Strukturierung während der Produktion ist. So kündigte Gitarrist Nico kurz vor Weihnachten 2014 seinen Job, um seinen Fokus völlig auf „Nichts zu verlieren“ zu richten. Dazu scheinen die Düsseldorfer einen echten Glücksgriff mit ihrem neuen Drummer Dom getroffen zu haben. So berichtet Produzent Michael Czernicki über die Aufnahmen des Schlagzeugs: „Das war ein wenig so, als hätte jemand ‘play‘ gedrückt. Auf einmal waren die Drums im Kasten.“

„Nichts zu verlieren“ bekommt wohl besonders durch seine starken Hooklines ein starkes Charaktermerkmal. Klare Attitüden, Mitgröhltexte unterlegt mit einprägsamen instrumentalen Motiven macht die neue Platte der Rogers zu einem unverzichtbaren Teil der persönlichen Deutschpunksammlung.

Da geht aber noch was. Da ist noch Luft nach oben und wir dürfen gespannt sein, was aus dem Hause Rogers in den kommenden Jahren kredenzt wird.

von Maria

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