You Me At Six – VI

Es ist soweit: Die fünfköpfige Band You Me At Six aus Großbritannien veröffentlicht ihr passenderweise als „VI“ betiteltes sechstes Studioalbum. You Me At Six waren in den letzten Jahren immer fleißig auf Tour in Deutschland. So auch im Frühjahr und Herbst 2017. Wer die neuen Songs live erleben will, kann dieses im Januar und Februar nächsten Jahres tun, da sie uns in diesem Zeitraum wieder in Deutschland mit insgesamt sieben Tourdates beehren.

„You Me At Six zeigen, dass sie auch anders können!“

Kreativ und experimentierfreudig

Das Album startet mit dem Song „Fast Forward“. Wer You Me At Six etwas aktiver verfolgt wird diesen Song schon kennen, da er einer der Songs ist, die bereits vor dem Albumrelease veröffentlicht wurden. „Fast Forward“ ist ein typischer You Me At Six Song, der durch die kraftvolle Stimme von Sänger Josh Franceschi besticht. Wenn You Me At Six etwas können, dann ist es Songs zu kreieren, die super im Ohr hängen bleiben. Das beweist auch der Folgesong „Straight To My Head“. Mit „Back Again“ liefern die Briten einen für You Me At Six eher ungewöhnlichen Song. Weniger heavy als üblich und mit poppigen Elementen.

Häufig ist dieses Abrutschen in den Pop nicht so gern gesehen von Bands dieses Genres, aber You Me At Six liefern mit „Back Again“ einen gelungenen Song, der sicherlich auch die Verfechter von Pop Elementen ansprechen kann. Gleiches gilt für das Lied „Miracle In The Mourning“, welches durch einen catchy Refrain punktet. Weiter geht’s mit den Songs „3AM“ und „I O U“, welche ebenfalls bereits vorher von der Band released wurden. Wenn der Song „Pray For Me“ startet, würde man erst gar nicht denken, dass dieser ein You Me At Six Song ist. An diesem Punkt des Albums merkt man schon, dass You Me At Six sich bei „VI“ kreativer ausgelebt und neue Dinge ausprobiert haben.

Das Pop Theme scheint sich durch fast das ganze Album zu ziehen

Das Pop Theme scheint sich durch fast das ganze Album zu ziehen und es massentauglicher zu machen – zumindest bis man bei „Predictable“ ankommt, der diese Theorie teils widerlegt und wieder ein typischer You Me At Six Song ist. „VI“ lassen You Me At Six mit „Losing You“, einem etwas ruhigeren Lied ausklingen, das zwar ein passendes Lied zum Beenden eines Albums ist, aber im Gegensatz zu den vorherigen Songs etwas langweilig daherkommt. Das ist jedoch der einzige negative Kritikpunkt.

Insgesamt ist „VI“ ein sehr gelungenes Album, das sich deutlich von den bisherigen Alben der Band abhebt, durch etwas Pop Abwechslung reinbringt und zeigt, dass You Me At Six auch anders können.

Video: You Me At Six – 3 AM

Hier erhältlich
You Me At Six VI AlbumcoverYou Me At Six – VI
Release: 05. Oktober 2018
Label: Underdog Records

Isabelle, die mit ihren 21 Jahren eines der Küken im Team ist, brachte die Liebe zu Konzerten und Fotografie zu Count Your Bruises. Isabelle hört sich gerne kreuz und quer durch die verschiedensten Genre, aber hat mit Post-Hardcore und Alternative doch ihre Lieblinge gefunden. Wenn sie sich nicht auf Konzerten rumtreibt findet man sie wahrscheinlich mit Hund oder Pferd irgendwo zwischen Wald- und Feldwegen.

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