Tiny Moving Parts und Happy Accidents in Hannover 01. Oktober 2018, Lux Club

    Tiny Moving Parts am 01.10.2018 im Lux Club in Hannover
    Foto: Hanna Hindemith

    Tiny Moving Parts sind momentan mit ihrem Album “Swell” (KreuzverHör) auf Tournee. Hannover ist dabei ihr letzter Halt in Deutschland, bevor es für die Jungs aus Minnesota weiter nach Großbritannien geht. Mit dabei haben sie heute Abend die Londoner Band Happy Accidents. Wer sich im Vorfeld keine Karte gesichert hat, geht leider leer aus: Der Lux Club ist am heutigen Abend ausverkauft.

     

    “You’re totally allowed to dance”

    Mit etwas Verspätung startet heute das Konzert um 20.15 Uhr. Als Happy Accidents die Bühne betreten, sehen sie mit ihren engen, schwarzen Röhrenjeans und karierten beziehungsweise gestreiften Hemden aus wie eine Highschool Garagenband. Der Eindruck wird noch dadurch verstärkt, dass sie ihre Setlist auf eine kleine Kreidetafel schreiben.
    Selbst beschreiben sie sich als “noisy pop thing”. Dem Hannoveraner Publikum scheint es jedenfalls zu gefallen. Sänger Rich Mandell fällt dies ebenfalls auf und ermutigt das Publikum weiter, sich zu bewegen. “Ich habe einige schon etwas tanzen gesehen. Euch ist es absolut erlaubt zu tanzen! Ich wollte Euch nur mal diese Information geben.” Kaum gesagt, bewegt sich der ganze Raum.

    Besonders heraus sticht der Song “Freetime”. Er beginnt mit Elektro-Pop Elementen und baut sich immer weiter mit einem kraftvollen Schlagzeug auf. Drummerin Phoebe Cross übernimmt dabei auch immer wieder einen Gesangspart. Nach neun Songs verabschieden sich Happy Accidents auch schon wieder, wünschen viel Spaß mit Tiny Moving Parts und einen guten Abend.

    “We’re Tiny Moving Parts from Minnesota. Thank you so much for coming”

    Als um 21.00 Uhr die ersten Akkorde von “Applause” erklingen ist die Menge sofort völlig am Ausrasten. Sänger Dylan Mattheisen begrüßt das Publikum mit den Worten “How’s everybody doing? We’re Tiny Moving Parts from Minnesota. Thank you so much for coming!”

    Es dauert auch nicht lange, bis der erste Crowdsurfer zu sehen ist. Das wird das gesamte Konzert über auch so bleiben. Selten schwebt keiner über die Hände der anderen Konzertbesucher. Selbst die Happy Accidents Drummerin sichtet man zwischendurch dabei.
    Bei “Feel Alive” erweist sich das Publikum als besonders textsicher und zu “Common Cold” spielt Dylan auf seiner geliebten blauen Fender, die er immer dabei hat. Kurzerhand gesellt er sich zu “Birdhouse” zum Publikum in die erste Reihe, wo dann zusammen gesungen und geheadbangt wird. Doch kein Tiny Moving Parts Konzert ohne das typische Handzeichen, das auch das Albumcover sowie das große Banner an der Rückwand der Bühne ziert, welches das Publikum geschlossen in die Höhe streckt.

    “Very sexy – isn’t it?”

    Nackte Haut bekommt man heute auch zu sehen und zwar dann, als Dylan das Publikum plötzlich fragt, ob sie schon wussten, dass Drummer William Chevalier ein Bauchnabelpiercing ziert. Dieser zeigt dieses natürlich prompt. Gut, dass die neue Klimaanlage im Lux Club zu funktionieren scheint.

    Der als letzter Song angekündigte Track wird fast komplett auswendig vom Publikum mitgesungen. Nach einem kurzen innehalten der Band und “One More Song”-Rufen vom Publikum spielen sie noch “Always Focused” und verabschieden sich dann mit einem “Holy Shit – that was seriously fucking amazing!”

    So endet ein schöner Abend mit einer Setlist, die sie kaum hätten besser wählen können. Also: Thank you Tiny Moving Parts from Minnesota for coming!

    Tiny Moving Parts

    Happy Accidents

    Tabea erzählt mittlerweile nur noch mit vorgehaltener Hand, dass sie mit Avril Lavigne ihre Liebe zur Musik entdeckt hat. Zum Glück ging der Weg dann weiter über Green Day zu den Ärzten und den Wohlstandskindern. Irgendwie im Deutschpunk hängen geblieben, aber mittlerweile auch stimmungsabhängig offen für andere Genre – von ganz ruhig bis Screamo ist einiges dabei. Ansonsten testet sie sich gerne durch die Craftbeer Welt und weiß einen guten Whisky zu schätzen.

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