Black Sheriff – Time To Burn

Neues kommt in diesem Sommer auch von Black Sheriff. „Time To Burn“ ist bereits das fünfte Studioalbum der Kölner, die bislang immer ein wenig unter dem Radar liefen. Wenn man sich aber dieses Album hier anhört, dann wird das Ganze noch unverständlicher. „Time To Burn“ enthält insgesamt 13 Songs, die allesamt irgendwo zwischen treibendem Rock’n’Roll, groovigem Hardrock und coolem Punkrock anzusiedeln sind. Und das weiß durchaus zu gefallen.

„Black Sheriff zeigen auf „Time To Burn”, wo der Sheriff seinen Sheriffstern hängen hat und dass Blaue Bohnen auch durchaus für grandiosen Rock’n’Roll stehen können.“

Von Beginn ein Hörvergnügen

Black Sheriff betreten also zum fünften Mal den Saloon und schon der Auftakt macht richtig Lust auf mehr, auf Whiskey, auf blaue Bohnen und viel Rambazamba. Musikalisch kommen einem direkt Bands wie Supersuckers oder Nashville Pussy als Referenz in den Sinn. Dies liegt auch an dem starken Coverartwork, das an die Nobody-Filme mit Terence Hill erinnert. Und ähnlich wie die beiden genannten Bands, mischen auch Black Sheriff hier schnellen Rock’n’Roll, mit mal ein paar punkigen, mal ein paar metallastigen und mal ein paar Country-Elementen. Auch die Stimme von Sänger Glen Clarke, mal rauchig, mal mehr klar, fällt sofort positiv auf und so wird „Time To Burn“ direkt von Beginn ein Hörvergnügen.

„No No No“ ist als Auftakt schon einmal richtig gut gewählt, zeigt der Track doch direkt, wo der Black Sheriff den Sheriffstern hängen hat. Treibender Rock’n’Roll, mit deftiger Metalkante ist zu hören. Es folgt „Live Exorcist“, ein Lied, dass mehr im klassischen Hardrock zu Hause ist. Und wie man gute Coversongs präsentiert, hat das Quartett dann auch noch drauf, wie das starke Hüsker Dü-Cover von „Diane“ zeigt, auch schön als Classic Rock-Nummer verpackt. Etwas mehr Groove bringt dann „Supersonic“ mit. Für „Dance Dance Dance“ konnte Ross „The Boss“ gewonnen werden, der sowohl bei Manowar als auch bei The Dictators eine Vergangenheit hat. Und das Teil ist dann wirklich die ultimative Rocknummer und reißt den Hörer so richtig mit.

Mit jedem Hördurchgang besser

Ross „The Boss“ unterstützt die Band auch bei „Killslayer Bob“ und macht den Track zu purem Heavy Metal, der aus jedem Zentimeter der Boxen tropft und einfach laut gehört werden muss. Auch der Backgroundgesang ist hier wirklich besonders und rundet dieses Highlight ab. „Generator“ erinnert stark an ZZ Top, geht deutlich mehr in Richtung Midtempo Desertrock, hat ordentlichen Groove und wird mit jedem Hördurchgang besser. Mit „Gismo“ hat auch eine instrumentale Ballade, nur mit Akustikgitarre gespielt, den Weg als kleines Intermezzo auf die Platte geschafft. Zusammen mit der obligatorischen Rausschmeißerballade „Black Angel“ beweisen Black Sheriff, dass sie auch leise und ruhige Töne beherrschen. Aber auch die melodische und beinahe schon fröhliche Partymusik innerhalb des Hardrocks/ Rock’n’Rolls kann die Band, wie sie mit „Drinkin Out Loud“ unter Beweis stellt. Ein Song, der durch seinen Sing-along-Charakter vor allem live voll einschlagen wird. Melodisch aber auch etwas grooviger ist „Get Drunk Tonight“ ausgefallen. In eine ähnliche Kerbe schlägt auch „One Your Love“, ein besonders eingängiges Lied, welches auch noch durch die besondere soulige Stimme von Lisa Kekaula, Sängerin bei The Bellrays, aufgewertet wird. Stark! Und auch die klassische Countrynummer mit Rockabillyattitüde darf hier mit „Happy Camper“ nicht fehlen.

Abwechslungsreich, flott, ultrarockig: Black Sheriff

Black Sheriff gelingt hier mit „Time To Burn“ ein wirklich sehr gutes Album. Im Grunde klingt kein Song gleich, jedes Lied ist irgendwie etwas anders und so wird Abwechslung bei den Kölnern großgeschrieben. Die Gastmusiker Ross „The Boss“ und Lisa Kekaula verleihen dem Werk eine zusätzliche Note und sorgen für viel Freude beim Hören. Highlights reihen sich aneinander und so macht das neue Album wirklich richtig Spaß. Vor allem die Kombination aus Sing-along-Parts, Groove und teilweise auch treibenden Beats macht den Unterschied aus. Aber vor allem live werden die Songs noch eher zünden und sicher für richtig heiße Abende sorgen, wenn das wieder möglich sein sollte.

Video: Black Sheriff – Supersonic

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