Zebrahead – III

Als Zebrahead im April 2021 verkünden, dass Sänger Matty Lewis die Band verlassen wird, bekamen die Fans der Band schwitzige Hände. Obwohl es nach über 25 Jahren Bandgeschichte nichts Ungewöhnliches ist, dass sich Mitglieder verändern, nimmt der Gesang doch einen sehr prägnanten Part ein. Zum zweiten Mal wird mit Adrian Estrella ein neuer Sänger vorgestellt, mit dem die restlichen vier Musiker aus Kalifornien allerdings einen guten Fang gemacht haben.

Alt bewährtes kombiniert mit typischen und dennoch frischen Einflüssen, bringt eine Grundruhe in die Songs ohne auf bekannte Rock und Metal Energien zu verzichten.Louise Fröbel

Schon lange kein Schubladen-Genre

“Lay Me To Rest” ist die erste Single der EP “III” und läutet das nächste und somit dritte Kapitel der Band ein. Schon hier merkt man: Irgendwas ist anders! Sänger Estrella bringt melodischen Gesang mit und damit den perfekten Kontrast zu Sänger und Rapper Ali Tabatabaee. Direkt zu Beginn ist der erste Ohrwurm somit vorprogrammiert.

Dass Zebrahead sich schon lange nicht mehr nur in eine bestimmte Schublade stecken lassen, beweisen sie mit “A Long Way Down” einmal mehr. Der Großteil des Songs könnte auch gut als solider Punkrock-Klassiker durchgehen. Doch die HipHop-Einflüsse machen die Mischung der Genres, die die Band auszeichnet, erst komplett.

Eine hoffnungsvolle Reise

“Homesick for Hope” ist aggressiv und schnell, getrieben von Doublebass und energetischen Metal-Gitarren-Riffs. Der melodisch klatschende Chor nimmt seine Zuhörenden mit auf eine hoffnungsvolle Reise inmitten einer Welt, die zum Scheitern verurteilt ist.

Linkin Park – is it you? Leichte Ähnlichkeiten in der Stimmfarbe und auch der Songstruktur sind nicht zu leugnen. Außerdem werden mit “Out Of Time” deepere und erwachsenere Themen angesprochen. Mit Ska-Elementen startet “Russian Roulette Is For Lovers” eher tanzbar. Spätestens beim Gitarrensolo, das schon bekannte Metalelemente einbringt, merken wir, dass der Song um einiges härter enden wird, als er begonnen hat.

Innere Zufriedenheit und Durst nach mehr

Nach fünf viel zu kurzen Songs bleibt ein zufriedenes Gefühl der inneren Ruhe und das Verlangen nach mehr künstlerischem Schaffen dieser Art. “Re-born and re-energized” schreibt die Band unter einem ihrer neuesten Musikvideos. Zebrahead 3.0 sozusagen – und das merkt man! Wer anfangs noch skeptisch ist, hat gar keine andere Wahl, als sich mit dieser EP eines Besseren überzeugen zu lassen.

Video: Zebrahead – A Long Way Down

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