Authority Zero gehören zu den Bands, die immer wieder in Hannover spielen, also regelmäßig wieder zurückkommen, aber irgendwie nie langweilig werden. Das liegt auch an der schweißtreibenden Bühnenshow und der starken Liveperformance. Am Mittwoch, den 27. Mai, sind Authority Zero wieder im Béi Chéz Heinz zu Gast. Den Auftakt übernehmen heute Melonball aus Nürnberg, die die Amis bei einigen Shows begleiten werden und beweisen, dass in ihnen deutlich mehr als eine Supportband steckt.
„Macht euch gemein mit Leuten, die eure Hilfe brauchen!“
Die Nürnberger starten gegen 20:10 Uhr mit ihrem Set und legen die Messlatte nach kurzem Intro direkt hoch. Gerade hat das Quintett ihr neues Album „Take Care“ herausgebracht und natürlich finden sich einige der neuen Songs auch an diesem Abend auf der Setlist wieder. Los geht es mit „Silence“, Ally Or Alibi“ und „The Static“. Geboten wird schnörkelloser, schneller und peitschender Skatepunk, mit fetten Gitarren und der außergewöhnlichen sowie starken Stimme von Sängerin Olivia. Dieser ist wichtig, vor allem ein Thema besonders zu betonen: „Sexismus ist etwas, was jede weibliche Person ständig erlebt, auch wenn Männer das in der Regel nicht hören wollen. Und dabei reicht es eben nicht, kein Arschloch zu sein, sondern wenn man nichts gegen Sprüche oder Witze dieser Art unternimmt, dann macht man sich gemein mit diesen Leuten. Macht euch lieber gemein mit Leuten, die eure Hilfe brauchen. Das ist wichtig“. Eine tolle Message, die auf viel Applaus und Zustimmung stößt.
Das ist aber weitem nicht die einzige starke Aussage von Melonball an diesem Abend. Der Song „Garbage Day“ wird angekündigt mit dem Worten: „Der Song ist genauso kurz wie die Message. Fickt die ganze braune Nazischeiße“. Auch hier, absolute Zustimmung! Weiter geht es mit „Toxi Routine“ und „Exist“. Melonball kommen verdammt gut an und die Stimmung steigt. Knapp 100 Besucher sind an diesem Abend dabei. „Bei „Your Love“, im Original von The Outfield, bricht dann auch das Eis und es wird getanzt. Es folgen u.a. noch „Fast Forward“, „Tolerance“ und als Abschluss „129“. Olivia ist es noch wichtig zu betonen, dass man gut zu solchen Orten wie dem BCH sein sollte und bedankt sich für den Support. Dann ist nach 40 Minuten geballter Power Schluss. Starker Auftritt. Melonball dürfen, ja müssen wiederkommen.
Starke Performance
Gegen 21:15 Uhr sind Authority Zero an der Reihe. Jason deVore und Mitstreiter geben von Beginn an Vollgas und das Publikum in Hannover nimmt dies von der ersten Sekunde des 65-minütigen Sets an. Los geht es mit „Lift One Up“, „Liberateducation“, „No Regrets“ und „Brick And Wave“.
Die Band ist seit einigen Tagen bereits auf Tour und war bereits in Norwegen und Dänemark. Müde wirkt man aber nicht. Im Gegenteil, Frontman Jason ist agil wie eh und je und reißt das Publikum mit. Die Band strotzt nur so vor Spielfreude und so ist ein großartiger Abend vorprogrammiert, der mit Melonball ja bereits sehr gut startete. Daher wird „Ollie Ollie Oxen Free“ direkt den Freunden aus Nürnberg gewidmet. Jason zeigt sich überhaupt sehr dankbar für den tollen Support, vor allem in Deutschland und Europa und betont dieses immer wieder.
Die Setlist ist überhaupt wie ein Best Of zusammengestellt. Schließlich feiern Authority Zero mit dieser Tour auch ihr 30-jähriges Bestehen. Und so dürfen auch „Endless Roads“, „Big Bad World“ und „For The Kids“ nicht fehlen, ein Lied, welches Jason allen widmet, die Kinder haben, aber eben auch dem Punk-Nachwuchs auf den Konzerten. Die Mischung aus Sing-A-Long-Punkrock mit viel Melodie und einigen Reggae-Parts reißt einfach mit und so folgen bald die ersten Circlepits um den Mittelpfosten vor der Bühne und die ersten Crowdsurfer. Hier hat heute jeder Spaß, auch wenn es warm ist und man sich auf Bühne auch schon mal frische Luft wünscht.
Liebe zu Hannover
Weiter geht es u.a. mit „When We Rule World“, „Broadcasting To The Nations”, „Find Your Way” und „Revolution”. Erneut freut sich Jason sehr über den Support und die Stimmung im Saal und unterstreicht, wie toll es ist, immer wieder nach Hannover zu kommen. „Ihr wisst gar nicht, was uns das bedeutet“, so der Sänger. Am liebsten würde man kommende Woche gleich wieder hier spielen. „Mexican Radio“, „One Minute More“ und „12:34” leiten dann das Ende dieses Abends ein. Aber natürlich kommt die Band aus Mesa/Arizona noch einmal zurück und setzt mit „Get It Right“ den nahezu perfekten Schlusspunkt auf dieses Konzert. Was ein Abend, was für zwei großartige Bands. Bitte mehr davon!









