Caliban, Suicide Silence, Any Given Day und To The Rats And Wolves

Die Essener Metalcore Band TO THE RATS AND WOLVES präsentiert sich als starker Opener des Abends. Das Publikum ist schon zur frühen Stunde bestens gelaunt, während die Band die Besucher zu mehr Bewegung und Lautstärke animiert. Auch optisch haben TO THE RATS AND WOLVES einiges zu bieten: Corpse Paintartig angemalt machen sie einiges her.

„Wahnsinnstour mit grandiosem Line-Up“

Die zweite Band des Abends ANY GIVEN DAY darf sich aufgrund ihres erfolgreichen zweiten Albums „Everlasting“ – das dieses Jahr veröffentlicht wurde und gleich mal die Top 20 der offiziellen deutschen Albumcharts stürmte – sowie Supporttouren für Genregrößen wie TRIVIUM recht großer Bekanntheit in der Szene erfreuen. Das Publikum lässt sich zu Stagedives hinreißen, während Frontmann Dennis Diehl mit seinen breiten Oberarmen die Menge spaltet, um sie in Form einer Wall Of Death wieder zusammenkommen zu lassen. Dennis nutzt auch die Chance, sich bei dem heutigen Headliner CALIBAN zu bedanken, „ohne die es diese Wahnsinnstour mit grandiosem Line-Up nicht gegeben hätte“.

SUICIDE SILENCE starten energiegeladen mit den ersten Klängen in ihr Set. Dabei lässt der Deathcore Fünfer aus Kalifornien kaum Zeit für eine Verschnaufspause. Als schließlich auf der Bühne ein Bier gefordert wurde, war das Publikum gerne zur Stelle, um diesem Wunsch nachzukommen. SUICIDE SILENCE bestechen durch ein durchweg großartiges Set, auch wenn der Gedanke an den verstorbenen Ex-Frontmann Mitch Lucker immer noch allgegenwärtig ist.

Es tropft von der Decke…

CALIBAN eröffnen ihr Set mit „Memorial“ vom Album „I Am Nemesis“. Von der ersten Minute an hat die Band aus Essen ihre Besucher fest im Griff. Mit im Gepäck hat der Fünfer natürlich auch sein aktuelles Album „Gravity“, das im März dieses Jahres veröffentlicht wurde.

„You’ve gotta be fucking kidding me!“, ruft CALIBAN Frontmann Andy Dörner ins Publikum. Zurück kommt ein starkes und energievolles „Kidding Me!“, aus der Menge. Für „We Are The Many“ bekommt Andy im Refrain Unterstützung von ANY GIVEN DAY Frontmann Dennis und TO THE RATS AND WOLVES. Dabei nutzt Andy die Chance, sich einen Crowdsurf durch das MusikZentrum zu gönnen.

Ordentlich aufgeheizt tropft es mittlerweile von der Decke des Venues. Es herrschen tropische Temperaturen, während man sich draußen bei -1 Grad schon ordentlich einpacken muss. Drinnen streifen sich einige Männer hingegen im Eifer des Gefechts ihre Shirts vom Oberkörper.

CALIBAN preschen immer weiter nach vorne und stacheln ihr Publikum mit Songs wie dem RAMMSTEIN Cover „Sonne“ immer weiter an. Mit „Nothing Is Forever“ beenden sie nach über einer Stunde die zahlreichen Circle und Mosh Pits und Hannover dreht ein letztes Mal auf. Im Anschluss fehlt nur noch das obligatorische Abschiedsbild von der Bühne ins Publikum und die Jungs lassen es sich nicht nehmen, sich nach dem Konzert mit ihren Fans auszutauschen. Ein großartiges vorzeitiges Weihnachtsgeschenk!

CALIBAN

SUICIDE SILENCE

ANY GIVEN DAY

TO THE RATS AND WOLVES