Hannover Metalfest mit Grailknights, Hate Squad und mehr

Grailknights am 01. November 2018 auf dem Hannover Metalfest im Béi Chéz Heinz
Foto: Maria Graul

Viele Metalheads in Hannover haben sicherlich dem 03. November entgegen gefiebert. Kein Wunder: Im Béi Chéz Heinz gaben sich im Zuge des Hannover Metalfest einige der besten Metalbands aus Hannover und Umgebung die Klinke in die Hand! Bereits zu Beginn um 16.10 Uhr war der Keller unseres Vertrauens ordentlich gefüllt und sollte im Laufe des Tages immer mehr Metalfans beherbergen.

„Wollt Ihr noch mehr Heavy Metal hören?“

Wir freuen uns ein bisschen den Arsch ab, heute hier zu sein!

Mit Insidious Voice steht die erste Band des Abends auf der Bühne, um das Hannover Metalfest zu eröffnen. „Wir sind Insidious Voice aus der wunderschönen Stadt Hannover – und wir freuen uns ein bisschen den Arsch ab, heute hier zu sein!“, freut sich Frontmann Mathias und grinst breit über das ganze Gesicht. Die Band kommt gut an, das Béi Chéz Heinz ist bereits ordentlich gefüllt. Das Metalfest war bis kurz vor Start fast restlos ausgekauft, innerhalb kürzester Zeit nach Ankündigung des Fests waren die Tickets bereits zur Hälfte vergriffen. Entsprechend nicht weiter verwunderlich, dass bereits einige Besucher den Weg zur frühen Stunde hergefunden haben.

Wer bereits im Vorfeld als angebotenen Metal-Bingo im Gepäck hat, kommt mit Athorn dem „Bingo“ ein Stückchen näher –  denn das Feld „Bandmitglied trägt eigenes Bandshirt“ kann dank Frontmann Carsten abgehakt werden. Auch kleinere Besucher finden sich vorne im Publikum wider, natürlich mit großen Gehörschützern auf den Ohren, während Athorn auf der Bühne dem Metal frönen.

Keine Ahnung wie viel Zeit wir jetzt noch haben, wir spielen einfach weiter.

Mit etwa zehnminütiger Verspätung ziehen As You Left das Publikum mehr in Richtung Metalcore – und das kommt an. Vor der Bühne ist bereits ordentlich Bewegung. Auch das Feld „Headbanger“ darf auf dem Bingo-Schein nun besten Gewissens markiert werden. „Keine Ahnung wie viel Zeit wir jetzt noch haben, wir spielen einfach weiter…“, sagt Shouter Marcel und grinst verlegen. „Von mir aus können die den ganzen Abend durchspielen“, hört man daraufhin von weiter hinten im Publikum. Mit „March Of The Sinners“ präsentiert die Band heute einen brandneuen Song, zu dem auch bald ein Video veröffentlicht wird.

Als vierte Band des Abends stehen Aeonyzhar auf der Bühne. Mittlerweile zieht es die Besucher immer weiter vor selbige und der obligatorische Sicherheitsabstand wird immer geringer. „Wollt Ihr noch mehr Heavy Metal hören?“ Die Antwort aus dem Publikum ist eindeutig. Aufmerksamen Beobachtern ist natürlich sofort aufgefallen, dass die Band heute mit ungewohntem Frontmann unterwegs ist. Doch dieser macht eine gute Figur und heizt der Menge ordentlich ein. Da lassen auch weitere Headbanger nicht auf sich warten.

Die Ruhe vor dem Sturm

Die musikalische Ausnahme bilden Ember Sea. Die Band, die sich irgendwie genau in der Mitte des Lineups eingefunden hat. Sinnlich ziehen die melodiösen Akkorde der Musiker hinter Frontfrau Eva durch den Saal. Selbige präsentiert den Besuchern ein unglaublich breites stimmliches Spektrum zwischen ganz sanft und ungezügelt wild. Das Publikum bewegt sich sicher in den bekannten Klängen des Metal-Gothic-Rock-Hybriden und zeigt sich gleichermaßen textsicher. Man könnte die Band als „die Ruhe vor dem Sturm“ betiteln, denn ruhig wird heute absolut nichts mehr.

Spearhead übernehmen das Zepter und jagen sofort energetisch los. Die Bolt Thrower-Coverband findet, dass Hannover absolut zu Recht zur Metalstadt gekürt gehört und zelebriert diesen Titel ausgelassen mit den Fans. Schwitzende Oberkörper moshen vor der Bühne und beherbergen mehr und mehr den Frontmann des Death Metal/Grindcore Gespanns. Fäuste ragen in die Luft und Haare verbinden sich in der Menge. Was für ein Abriss, den die erst 2017 gegründete Band im Béi Chéz Heinz da hinlegt.

Eine letzte Runde Metalquiz

Bevor sich der Abend so langsam auf den Weg gen Finale bewegt, wird es nochmal „laut“ im Hof. Die letzte Runde Metalquiz steht an. Leider hat sich die Anlage auf dem Hof verabschiedet. Doch was kann man in diesem musikalischen Genre ganz gut? Klar! Sich anschreien. So werden die Fragen dem fachkundigen Publikum entgegen geschmettert und gleichermaßen in Windeseile beantwortet. Als könnte sowas die großartige Stimmung zwischen den heiligen Zäunen des „Heinz“ stören.

Hate Squat besetzen den vorletzten Posten und machen ihrem Namen alle Ehre. Im Gepäck haben sie einen ersten Vorgeschmack auf das im Dezember erscheinende Album „Reborn From Ashes“. Keine schlechte Idee das neue Werk in der eigenen Heimat zu präsentieren. „Gefällt Euch das Metalfest?“, fragt Frontmann Burkhardt Schmitt und treibt die Crowd weiter an, dass Hannover so eine Veranstaltung schon längst mal gebraucht habe. Mit in die Luft gestreckten Fäusten grölt die Menge „New York Hardcore“ zurück und feuert die Band in all ihren Hassgesängen an.

Die Legende um den heiligen Gral verspricht das Vergnügen der ewigen Trunkenheit

Die Grailknights wissen genau, dass die Legende um den heiligen Gral das Vergnügen der ewigen Trunkenheit verspricht. Hört sich erstmal nicht schlecht an, gäbe es da nicht den teuflischen Erzfeind Dr. Skull und sein tiefunverschämtes Interesse am goldenen Kelch. Höchste Zeit, dass der heimische Battlechoir zur Unterstützung eines weiteren „Grailknights’ Battles“ gerufen wird. Und so brüllt das wildentschlossenen Gefolge bereits vor dem Auftritt der fünf tapferen Gral-Ritter den weit über die Grenzen Grailham Cities bekannten Schlachtruf: „Grailknights Battlechoir!“ und als Antwort ertönt „Yes Sire!“. Das Heimspiel der adretten Superhelden aus der Stadt an der Leine ist immer ein ganz besonderes Vergnügen. Kein Zentimeter offenbart sich vor der Bühne. Die Fans sind höchst motiviert. Nachdem Dr. Skull sich seine traditionelle Ladung Shitstorm abgeholt hat, entern die Musiker die Bühne und feuern ein wahres Metalfest Finale durch den Kellerclub. Offensichtlich ist, dass diesen Abend heute keiner beenden möchte. Im nächsten Jahr trefft ihr den Superhelden Fünfer allerdings schon im Mai beim großartigen „The Great VHS Battle – Live Recording“ wieder.

Grailknights

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Hate Squad

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Spearhead

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Ember Sea

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Aeonyzhar

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As You Left

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Athorn

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Insidious Voice

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