Annikas musikalischer Jahresrückblick

Seit Sommer 2018 unterstütze ich das Count Your Bruises Magazine. Es bereitet mir eine unglaubliche Freude meine Liebe zur Musik und meine Leidenschaft für die Fotografie zu verbinden. Ich stürzte mich in den vergangenen Monaten schon einige Male mit Kamera bewaffnet für das Magazin vor die Bühnen und lernte neue Bands kennen, die mich positiv überraschten. Aber auch von Bands und Künstlern die ich bereits kennen und lieben gelernt hatte, durfte ich Auftritte festhalten. Da waren mir besonders die Shows von Danko Jones und Drangsal ein innerliches Feuerwerk. Apropos Feuerwerk, da sich das Jahr wieder rasend schnell dem Ende neigt und der Dezember ja irgendwie dazu animiert nostalgisch-sentimental zurückzublicken, möchte ich an dieser Stelle mein musikalisches Jahr 2018 Revue passieren lassen.

„Es bereitet mir eine unglaubliche Freude meine Liebe zur Musik und meine Leidenschaft für die Fotografie zu verbinden“

Meine fünf Lieblingsalben 2018

Fynn Kliemann – Nie

Kein Rock, dafür intim und zur Abwechslung mal richtig ehrlicher Pop. Das Album von Fynn Kliemann berührte mich auf eine so besondere Weise, dass ich es hier direkt an erster Stelle erwähnen muss. Der norddeutsche Tausendsassa hat ohne fremdes Label und ohne das Vorhaben, irgendwann mal auf einer Bühne zu stehen, eine Platte veröffentlicht, die fernab von dem Einheitsbrei der momentanen Popmusik liegt. Für das Musikvideo zu „Zuhause“ tätowierte er 43 Freunde und auch bei mir ging der Song krass unter die Haut.

The Wombats – Beautiful People Will Ruin Your Life

Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich schon zu den Liedern der Wombats getanzt habe. Ob auf der Indieparty zum Sound aus den Boxen oder live und front of stage. Wombats gehen immer!

Interpol – Marauder

Endlich haben Interpol musikalisch nachgelegt und ich liebe das Album. Mehr über die Platte erfahrt Ihr hier.

Leoniden – Again

Absolut tanzbar ist das am im Oktober rausgebrachte Album von Leoniden. Vor allem der Song „People“ hat es mir angetan und lässt mein kleines Indie-Herz höher schlagen.

You Me At Six – VI

Die Band begleitet mich schon viele Jahre, deshalb darf die neue Platte hier auf gar keinen Fall fehlen und landet wie bei meiner Kollegin Isabelle unter meinen Lieblingen 2018. Der Track „I O U“ beschallte meine vier Wände wohl am häufigsten. Ein Review zum Album gibt es hier.

Meine fünf Lieblingsshows 2018

Foo Fighters bei Rock im Park

Ehrlich gesagt fühlte ich mich fast ein bisschen verflucht, dass bei den ganzen Festivals die ich jedes Jahr besuchte, nie die Band Teil des Line-Ups war, die ganz oben auf meiner Wunschliste stand. Der Traum erfüllte sich 2018 endlich und ich fuhr mit einem Tagesticket zu Rock im Park nach Nürnberg. Das Konzert war der Wahnsinn und Dave Grohl performte so professionell und sympathisch, dass sich das lange Warten mehr als gelohnt hat. Bei dem Konzert ließ ich mich übrigens zum ersten Mal zum Crowdsurfing animieren. Das Gefühl sich auf Händen direkt zur Bühne tragen zu lassen ist einfach unbeschreiblich.

Nothing But Thieves in Hannover

Mit der besten Freundin ging es im November zum Konzert von Nothing But Thieves ins Capitol. Die Band überzeugte mich bereits ein paar Monate zuvor mit ihrem Nachmittagsslot beim Rock im Park und so freute ich mich wahnsinnig auf den Abend. Ein gelungenes Konzert, bei dem all meine Lieblingssongs vom Album ‚Broken Machine‘ gespielt wurden. Count Your Bruises war natürlich auch vor Ort und berichtete über das Konzert.

Fink beim Dockville Festival

Ganz ruhig wurde es dann beim Dockville Festival, als Fink bei bestem Wetter in Hamburg die Bühne betrat. Die Stimme von Finian Paul Greenall ist einfach krass und ich hatte so eine Gänsehaut. Zwei Schlagzeuger auf der Bühne, Sonnenschein im Nacken und die Elbe direkt neben uns. Definitiv einer meiner schönsten Festivalmomente 2018.

Hot Water Music in London

Konzerte von Hot Water Music sind immer ein großartiges Erlebnis. Die Band in der Lieblingsstadt im kultigen Electric Ballroom in Camden zu sehen, setzt der Torte dann aber nochmal die Kirsche oben auf die Sahnehaube. Wunderbarer Abend, tolle Atmosphäre und ein Chuck Ragan, der sich mit ganz viel Herzblut die Seele aus dem Leib grölt.

Wir sind mehr in Chemnitz

Ein Zeichen setzen gegen Rechts, gegen Hetze, gegen Rassismus. Auch ich reiste im September nach Chemnitz. 65.000 Menschen zeigten, dass Chemnitz friedlich, bunt und aufgeschlossen sein kann. Künstler und Bands spielten gratis. Marteria und Casper, Nura, Trettmann, K.I.Z., Kraftklub, Feine Sahne Fischfilet. Den Abschluss des Konzerts bildeten Die Toten Hosen, die unter anderem eine Coverversion des Ärzte-Klassikers „Schrei nach Liebe“ performten und sich dazu Ärzte-Bassist Rodrigo Gonzales sowie Arnim von den Beatsteaks auf die Bühne holten.

Meine Neuentdeckung 2018

Eine Freundin schleifte mich beim Dockville Festival zu Fil Bo Riva – eine Band von der ich bis dato noch nie irgendwas gehört habe. Danke dafür, Martina! Laut Spotify-Jahresrückblick hatte ich die Jungs anscheinend ziemlich häufig auf den Ohren.

Worauf ich mich 2019 am meisten freue

Dendemann mit neuem Album in Hannover, Foo Fighters beim Hurricane Festival, Foals und die Ärzte bei Rock im Park.

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