Van Canto und Grailknights

    Seit dem 18. März touren VAN CANTO gemeinsam mit den GRAILKNIGHTS durch Europa. Am Tag der zwölften Show spielen die Metalsuperhelden GRAILKNIGHTS ihr Heimspiel in Hannover vor ausverkauftem Haus. Im Musikzentrum zu Grailham City präsentieren sich die Hannoveraner einem brachial unterstützenden Battlechoir auf der Mission zur Rettung des heiligen Grals. Den Support am heutigen Abend bildet die deutsche Power-Metal-Band SINBREED.

    Das Vergnügen der ewigen Trunkenheit verspricht die Legende um den heiligen Gral. Hört sich erstmal nicht schlecht an, gäbe es da nicht den teuflischen Erzfeind Dr. Skull und sein tiefunverschämtes Interesse am goldenen Kelch. Höchste Zeit, dass der heimische Battlechoir zur Unterstützung eines weiteren „Grailknights’battles“ gerufen wird. Und so brüllt das wildentschlossenen Gefolge bereits vor dem Auftritt der fünf tapferen Gral-Ritter den weit über die Grenzen Grailham Cities bekannten Schlachruf: „Grailknights Battlechoir!“ und als Antwort ertönt „Yes Sire!“.

    Metalsuperhelden zum Anfassen

    Die Grailknights sind am vorletzten Tourwochenende eindeutig zu Hause angekommen. Sie begeben sich immer wieder in einen innigen Kontakt mit ihren Fans, bespielen die Bühne über 45 Minuten mit einem wunderschönen Strahlen im Gesicht und zeigen sich deutlich zufrieden mit der ausgelassenen Feierlaune ihrer mehr als treuen Fans. Im Zwischenspiel von Band und Publikum gelingt letztendlich die nervenaufreibende Mission, den bösen Dr. Skull in die Knie zu zwingen und den Heiligen Gral in sicherer Verwahrung vor den finsteren Mächten zu wissen. Auch nach der Show verschwindet der Fünfer nicht sang- und klanglos im Backstage, sondern verteilt sich – sowohl in der Umbaupause als auch nach der VAN CANTO-Show – im Zuschauerraum. Freunde werden begrüßt und herzlich umarmt. Scheinbar jeder Fan bekommt sein ganz persönliches Autogramm von den ausdauernden Helden und auch für einen kurzen Plausch nehmen sie sich ordentlich Zeit. Nachdem die GRAILKNIGHTS ihr heroisches Heimspiel in Grailham City a.k.a. Hannover beendet haben, bedarf es scheinbar nur noch der Kirsche auf dem Sahnehäubchen.

    Mit dem „Metal Vocal Musical“ zu ihrem jüngsten Album „Voices of Fire“ verzaubern VAN CANTO innerhalb kürzester Zeit das Hannoveraner Publikum mit ihrem A-Capella-Metal. Das  – auf dem von Fantasy-Autor Christoph Hardebusch geschriebenen Buch „Feuerstimmen“ basierende – Konzeptalbum bildet die Grundlage des Spektakels auf der Bühne. Metal Vocal Musical? Metal und A-Capella? Richtig gehört! VAN CANTO begeben sich auf metaluntypisches Terrain. Die fünf Sänger der Frontline imitieren weitestgehend alle Instrumente mit ihren Stimmen. Einzig Drummer Bastian Emig bearbeitet während der rund 90-minütigen Show ein Schlachtschiff von Schlagzeug. A-Capella und dann doch ein Instrument? „Jetzt wird es aber echt verrückt“, mag sich der ein oder andere denken. Allerdings hat die Band auch dafür eine gut nachvollziehbare Antwort: „Wir haben mal probiert eine Double Bass Drum imitieren zu lassen, aber alle die es versucht haben, sind nach zwei Minuten zusammengebrochen.“

    Von Königreichen, großen Schlachten, Drachen, Feuer und Barden

    Die Show handelt von konkurrierenden Königreichen und großen Schlachten, um Drachen, Feuer und Barden. Nicht immer alles toternst, aber es kracht an allen Ecken und Enden. In tiefrotes Licht gehüllt vereinen VAN CANTO aktuelle Songs wie „Dragonwake“, „Time And Time Again“ oder die Sing-Along-Hymne „Battleday“ mit altbekannten Hits von Szenegrößen wie Nightwish´s „Wishmaster“ oder „The Bard’s Song – In the Forest“ von Blind Guardian. Zu „Kings Of Metal“ gibt es außerdem ein absolutes Tournovum in Hannover: Der Grailknights-Schlagzeuger Lord Drumcules bekommt von Emig die Drumsticks übergeben und präsentiert sich während des Manowar-Covers als ehrenwerte Vertretung. Darüber, dass Metal und enger A-Capella-Metal nicht jedermanns Geschmack trifft, lässt sich – wie bei vielen anderen Genre – bekanntlich streiten; darüber, dass VAN CANTO eine unfassbar sympathische Band ist, die es handwerklich ordentlich drauf hat, allerdings ganz und gar nicht. Mit dem Iron Maiden-Cover „Fear of the Dark“ und dem anschließenden Outro „Take to the Sky“ endet die Geschichte um die beiden Hauptfiguren Barde Aidan und Königen Elena, ihren Kampf gegen den fünften Drachen und gegen die Unterjochung der Welt.

    BILDERGALERIE

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    von Maria